Paul Krieger

Tex und Sprache

Hier schreibe ich aktuell, was ich gerade bearbeite, überarbeite oder neu schreibe.

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Texte               Gedichte              Tagebuch

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13.10.2022

Verdammt lang her seit meinem letzten aktuellen Beitrag. Es passiert so viel, doch leider nichts Neues, das Herzen freudig schlagen lassen würde.

Putin lässt noch mehr Bomben über vielen Städten der Ukraine abwerfen, Menschenleben, auch die des eigenen Volkes gehen dem kleinen Zar am Arsch vorbei. Er sollte sich Filme über die letzten Tage von Diktatoren ansehen, z.B. was Hitler in seinem Bunker zu seinen Getreuen so alles sagte.

Im Iran gehen die Frauen auf die Straße schon seit Tagen. Wer kann ihre Wut stoppen? Ich hoffe, die Männerriege mit ihrer Vorstellung von einer Welt, die bis ins finstere Mittelalter reicht, können ihrem Abgang nicht entgehen. 201 Demonstrantinnen und Demonstranten - ja, da protestieren auch Männer mit! - sollen bisher getötet worden sein.

Sollen, ja, auch daran müssen wir uns gewöhnen, dass wir nicht mehr alles für bare Münze nehmen können, was das Fernsehen uns glauben machen will. Es liegt an mir zu entscheiden, wann und wem ich glauben will. Um mich richtig zu informieren, brauche ich viel Zeit. Und wer hat die schon? Die russischen Medien melden weniger eigene tote Soldaten, als tatsächlich für die irre Gedankenwelt ihres Führers gefallen sind. Im Iran ist um mehr tote Frauen, Kinder und Männern zu trauern, als die berichtete Zahl uns nennt. Ja, das glaube ich. Und haben wir in den Nachrichten eigentlich davon gehört und gesehen, was gerade wieder in Israel geschah oder geschieht? Oder davon, dass heute in Italien der neue Präsident des Senats gewählt wurde? La Russa heißt er, jaja, diese Meloni, kennt das Spiel. Der Herr mag noch immer Mussolini und "Made in Italia" kann es mit allen aufnehmen. Heute wird garantiert manch ein Mafioso-Boss auf wiederkehrende gute alte Zeiten anstoßen. Und morgen ... lassen wir uns überraschen, wer der Präsident des Parlaments werden wird.

Also im Grunde nichts Neues. Und ach, was geht uns die Welt an? Und Corona-Corrina lächeln wir überleben ins Gesicht. Ist eben da und die aktuellen Fallzahlen in unserer Stadt jucken uns nicht im Geringsten.

Was uns juckt, Sorgen uns macht? Wir werden vielleicht frieren im Winter. Alles wird teurer. Wie sollen wir die Rechnungen für Gas und Strom bezahlen? Haben wir uns nicht verdient, dass es uns gut geht, also besser als Menschen in anderen Ländern? Die haben doch schon immer Probleme. Sollen sie selbst lösen, sind doch selbst Schuld an ihrer Misere. Lasst uns mit dem irren Putin verhandeln, schlägt die Linke vor, keine Waffen mehr in die Ukraine, Krieg ist niemals gut. Geben wir Putin von der Ukraine, was er jetzt schon hat. Und Schuld an dem ganzen Dilemma sind die USA, die die ganze Welt beherrschen wollen, war doch schon immer so. Dann ist Frieden. Basta!

Ich frage mich, würde ich stille sitzen, würde jemand mir sagen, du darfst nicht mehr alles sagen? Manche hier haben eh solch ein Verhalten verinnert, halten die Klappe, wenn jemand Blödsinn sagt, weil das von Nachteil für sie wäre. In der Beziehung, bei den Freunden, Freundinnen, am Arbeitsplatz zum Beispiel.

Genug jetzt, eigentlich wollte ich hier nur zwei Sonette vorstellen, die in den letzten Tagen entstanden sind. Aber dies noch: Unser Karl sollte entführt werden, Kopf der aufmuckenden Bande soll eine pensionierte 75jährige Lehrerin sein. Die Dame hat Mumm gezeigt, jetzt bekommt sie keine Pensionszahlungen mehr. Um das aber ganz klar zu sagen: Ich finde das gut, dass sie und ihre Leute rechtzeitig aufgeflogen sind und ihr die Rente gestrichen ist. Was kann denn Karl für all das, was manchen Damen und Herren zum Verdruss gereicht?

Und jetzt endlich zu den zwei Sonetten. Eines ist persönlich, handelt vom Mut. Das zweite handelt auch vom Mut.

Pa zuletzt im Kreiskrankenhause

Fetzen von Sätzen rauben mir die Kraft
zu widersprechen Mund auf so
Vaters letzte Worte als er ging

Verklagen hätt ich müssen diesen
Krankenhausbetrieb Doch der Arzt war
allein und unerfahren und arg
viel Mensch lag da vor ihm alt und  jung

Ich war endlos traurig und konnt der
Wut übers Unvermögen keinen
Platz dort geben wo ich mich befand

Mund auf klingt mir im Kopf auf Schritt und
Tritt seitdem der Vater nicht mehr ist
Manchmal träume ich mit ihm und frag ihn
dann Papa bist du stolz auf mich


Scharfschütze Walli aus Kanada

Scharfschütze Wali ist zurück im Krieg
Da ging er freiwillig hin damit
die Menschen in der Ukraine nicht
dem kleinen Zaren Untertanen sind

Kam zurück aus Kanada Brauchte
Auszeit Nach dem Todesmitgestalten
bildet er nun viele Scharfschützen aus,
damit verrückter Zar nicht doch noch siegt

Wali fühlt sich gut Er ist gefragt
Hilft er nicht all den Menschen die
ihre Meinung frei sagen wollen

Wenn er die Schützen instruiert, kommt
ihm manch ein Gedanke in den Sinn
Ist es auch der Warum töte ich



25.04.2022

Im Alltag hier wieder nach einer Woche in meinem Rom. Mit so feinen Freundinnen und Freunden. Wurde leichtsinnig, quatschte an Pasquetta, also Ostermontag, mit vielen im Garten von feiner Elisabetta über dies und das - ohne Hut. Die Kopfhaut juckte gehörig, als ich schließlich mit Claudio zurück in die Via dell´Orso fuhr.

Interessant in den letzten Tagen hier: Da wachsen feste Haare auf meinem kahlen Kopf. Na, vielleicht sehe ich die nur, aber mir machen sie Spaß. Könnte es sein, da wächst ein Schopf, obwohl ich doch schon etwas älter bin?

Das ist natürlich nebensächlich, denn hier im Alltag ist das total unbedeutend. Andrii in der Ukraine will ich heute wieder vier, fünf Worte senden. Warum? Einfach um ihm zu zeigen, ich bin bei ihm in seinem Land. Will nicht vernünftigen Gedanken nachhängen, die machen in dieser Zeit für mich keinen Sinn. Ist Patriotismus Nationalismus gleichzusetzen? Ich denke, ich habe kein Recht vernünftig zu denken, denn wir sind hier von keinerlei Unfreiheit bedroht. Wir dürfen sagen, was wir wollen und werden dafür nicht verhaftet und eingekerkert.

In der Türkei wurde heute Kulturmäzän Kavala zu lebenslanger Haftstrafte verurteilt. Entsetzlich!!!

Diese Welt ist heute grausamer als in den Zeiten des Kalten Krieges, denke ich. Despoten nennen sich Demokraten, doch sie handeln eindeutig wie Diktatoren, sie befehlen zu töten. Warum? Sie wollen ihre Macht nicht verlieren. Sprich eindeutiger: ihr Geld, ihr Leben. Denn das wissen wir ja aus der Geschichte Roms: Wer sich an die Macht putiniert, der muss auch ständig mit einem Brutus rechnen.

Mein Sohn, in welcher Welt wirst du leben? Ich wünsche dir so sehr, dass du die Zeit erlebst, in der alle Menschen frei entscheiden können, wer ihr Land führen soll. Frei ihre Meinung sagen können. Nicht Stiefel lecken müssen, damit es ihnen einigermaßen gut geht. Oder lecken, dass es ihm besser geht als den vielen anderen, die darben.

Etwas Positives jetzt: Einem Telefonat durfte ich lauschen in Rom. Zwei Freundinnen, die sich sprachen. Die eine lebt in meiner Stadt Rom, die andere in Spanien. Begann sehr traurig das Gespräch, entwickelte sich ... und am Ende ging man froh oder erleichtert oder getröstet zu Bett.

Bin ja in erster Linie Dichter, Hölderlin war der Einzige, der mir im Deutsch-Unterricht gefiel, verstand ihn total. Begab mich auch manchmal in meinen Turm, doch das machte mir auf Dauer keinen Spaß.

Hier also nun mein Sonett zu diesem Telefonat, auf Deutsch, auf Italienisch.

Wie froh ich bin über jedes Sonett, dass ich schreibe, wenn es mir gefällt.

Krebs frisst – am Ende wird gelacht

In meinem linken Ohr tickt es tick tack,
nein, nicht im Sekundentakt, es
takt sehr schnell. Frage: Warum das?

So viele schöne Tage gerad erlebt
und drum nun außer Takt geraten
oder will linkes Ohr andres sagen?

So gut gegessen dort, wo ich war.
Gesprochen und einem Telefonat
lang gelauscht, das so traurig begann,
geschuldet dem Krebs, der endlos frisst.

Die Freundin weiß, liebe Freundin zu
erheitern. Spricht von Erfolgen und
lacht über Niederlagen und erzählt
und die Angerufene klingt jetzt froh.

Und auf Italienisch:

Il cancro mangia - alla fine si ride

Orecchio sinistro fa tac tic tac,
no, non ogni secondo, è
più veloce. Chiedo: Perché?

Giornate di gioia vissute là
e ora fuori dal tempo?
O l'orecchio vuol dirmi altro?

Mangiato così bene stando lì.
Parlando, ascoltando una
telefonata iniziando
molto triste, chiaro cancro mangia.

L´amica sa come rallegrare
l´amica. Parla dei successi,
ride sulle sconfitte e ora
le amiche ridono felice.

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08.04.2022

Der Krieg wütet weiter, will heißen, Putin und seine Schergen lassen ihre Soldaten weiterhin bombadieren, zerstören, Städte in Schutt und Asche legen. Nein, er hat nur militärische Einrichtungen im Visier. Mein Gott, wie lügt diese Bande so unverschämt das eigene Volk an.

Nun sehen wir von hier auf unseren Riesenbildschirmen, da wurden ebenso zivile Ziele zerbombt. Es wird in diesen Städten gehungert, Wohnungen geplündert, Frauen vergewaltigt, Männer und Frauen auf den Straßen erschossen.

Und all das bestreitet Putin und seine Mördergang. Alles "staged" -das sind die ukrainischen Nazis, die diese Bilder fabrizieren.

Sprachlosigkeit ist angekommen ob der Gräuel oder man will es nicht glauben, recherchiert, sieht auch Videos, in denen ukrainische Nationalisten gefangene russische Soldaten erschießen. Sieht Videos, in denen gefangene russische Soldaten erzählen, sie wollen mit den Ukrainern gegen Putin kämpfen.

Ukrainer, deren Eltern im russischen "Reich" leben, berichten, dass Papa und Mama nicht glauben, was der Sohn aus der Ukraine berichtet und daraufhin den Kontakt zu ihren Kindern in der Ukraine abbrechen. Die Eltern sehen ja nur russisches Fernsehen.

Eine mir bekannte Ukrainerin berichtet mir von ihrer Angst auf einer Demo in Bad Kreuznach. Russen hätten die russische Fahne geschwenkt und Putin verteidigt. Liebe Russinnen und Russen erzählen mir, sie seien gar nicht froh und hätten Angst zu sagen, sie seien Russen. Und ich denke an all die Deutschkurse, in denen wir gemeinsam saßen und gemeinsam lernten und auch manche schöne Zeit miteinander hatten.

Wer lügt, wer nicht? Wen verteidigen?

Erinnerung an 1995. Deutschkurs, im Kurs ein junges Pärchen, denen die Flucht aus Sarejewo gelang. Er Kroate, sie Bosnierin, seit zwei Jahren schon in Deutschland die junge Serbin aus Sarajewo. Das Pärchen fand Unterschlupf beim kroatischen Onkel, der hier ein Restaurant hatte, die Serbin bei ihrer Tante, die schon lange in Deutschland lebte. Im Kurs kamen die drei bestens miteinander aus, erzählten auch von Dingen, die ich aus Schilderungen meiner Mutter kannte: An den Bäumen wurde die Rinde abgekratzt und damit Suppe gemacht. D, die Bosnierin, sah hier im Fernsehen das Hochhaus, in dem ihre Mutter lebte. Ausgebombt - Bilder, die wir heute wieder täglich sehen. Sehen müssen. Der Kurs vorbei, ich traf D. Die Liebe zu B existiere nicht mehr, erfuhr ich. Der Onkel hatte seinen Neffen unter Druck gesetzt, B habe sich von ihr getrennt.

Wem glauben, was glauben?

Ich denke, wir dürfen heute keine Entschuldigung mehr gelten lassen, wir müssen uns entscheiden, wem wir glauben. Fakt für mich ist: Putin hat einen Krieg gestartet, lässt bomben, zerstören, morden. Ich stehe auf der Seite der Ukraine, auch wenn von ukrainischen Soldaten Gräuel verübt worden sein sollten. Wer Wind sät, wird Sturm ernten. Wobei dieses Sprichwort wohl besser so heißen müsste: Wer Sturm sät, landet im Inferno.

Genug. Ich hoffe, Putin trifft ein Schlaganfall. Oder stirbt schnell an einem seiner Gifte. Unchristlich?

Hier nun das Sonett, das ich nach den Nachrichten aus Butcha schrieb. Es ist in Englisch. Die Sprache, die mir früher sehr nahe war. Heute denke ich mehr auf Italienisch - das gefällt meinem Herzen besser.


Bucha – Look at their fingers if you doubt

Bodies of civilians strewn on the streets.
Tied tightly their hands behind their backs
you can see when investing closely
the pictures provided to the world.

We hear: fourhundred frozen corpses
of dead Civilians have been found so far
and it is difficult to count those burnt.
Women have been raped we hear them say.

A staged performance the kremlin says,
and someone here with brilliant mind protests:
Talk of all the Russians who have been killed!

Isn´t it time to decide about good
and bad? Zoom in on the fingers of
the corpse lying still there in the street.


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24.03.2022

Ja, ich bin noch da, bin einzig sprachlos. Entsetzt. Die Welt dreht sich gerade wieder zurück, es wird in Europa ein Krieg geführt. Unvorstellbar, doch so ist es.

Mein Entsetzen lässt nicht nach. Doch die Sprachlosigkeit gibt sich dem unerbittlichen Willen nach Worten geschlagen. Ich kann mich wieder ein wenig wehren, obwohl ich weiß, mein Entsetzen wird noch größer werden in den nächsten Tagen, wenn Putin seinen Sieg endlich sehen, feiern will bei einer Rede an sein russisches Volk, dem er seine Ehre, seine Größe wieder zurückgeben will.

Er bekämpft die Faschisten in der Ukraine. Wie nennen wir unsere Landsleute, die vom Großreich Deutschland träumen, Schlesien, das Sudetenland, eigentlich?

Ein Entwurf zu einem zweiten Sonett, gewidmet dem "demokratisch gewählten" Zaren. Das erste schrieb ich vor Monaten, nun ein zweites. Ein Entwurf. Ich atme ein wenig auf, ich fange wieder an, dies Schreckliche, das meine Hoffnung nach Einundneunzig sich kleinlaut, zutiefst beschämt in meine Schneckenschale zurückziehen ließ, zu verlassen. Strecke die Fühler aus, taste vorsichtig und langsam zur Hoffnung zurück.

Ich werde noch grausamere Bilder dieses Krieges erleben, ich werde noch mehr weinen um die ermordeten Menschen in der Ukraine. Um die Russinnen und Russen, die ihre Söhne in diesem Krieg verloren haben - für Zar Putin, der sie nicht befragte: Wollt ihr den Krieg? Wegen der Teilnehmenden in meinen Sprachkursen aus diesen beiden Ländern, die sich so nahe waren und sind, weine ich.

Diese Menschen wissen - leben sie hier oder in England oder sonstwo außerhalb des Zaren Reichs -, da geschieht ein menschenverachtendes Unrecht, Putin lässt morden. Lässt Menschen ermorden, verstümmeln. Lässt? Er ist ein Mörder, gehört verurteilt deswegen.
Wird das passieren? Was wird passieren, wenn sein Krieg in der Ukraine beendet sein wird?


Evolution  zwei Schritt zurück?

Unvorstellbares wurde wieder wahr.
Demokratie gestaltet einzig Herr Zar.
Zum Wohl des Volks scheint ihm jedes Recht,
Unrecht ist für ihn, geht es ihm schlecht.

Oft war ihm so, drum schlug er nun zu,
will sich bloß nehmen, was seinem Volk
so lang gehörte einst. Ich habe
Angst um euch, erklärte Seinen er.

Wörter wie Krieg und Invasion lässt
er verbieten. Wer K … und I … wagt
auszusprechen: Arbeitslager
Stein brechen, Schaufeln tiefer Gruben.

Glaube an Gott, wer noch glauben mag.
Betet: Geh nicht auf des Zaren Saat.

Und auch dies möchte ich hier zum Lesen hochladen. Geschrieben am 24.02.2022, als Putin seinen Landsleuten erklärte, warum er seine Spezialaktion, sprich seine Invasion startete.

Bin wütend. Die Ukraine liegt mir am Herzen. Ebenso Belarus. Hongkong. Taiwan. Müssen wir wirklich neue Diktatoren hinnehmen, mit ihnen und der Bedrohungen, die von ihnen ausgehen, leben?
Putin ist krank und alle hoffen, das einer der Getreuen in seinem mafiösen System den Mut hat, ihn zu vergiften, so schrieb mir ein Russe, in Moskau geboren und seit ein paar Jahren in Deutschland, der die Machenschaften Putins längst durchschaut hatte. Auch viele Russen denken so wie er, mancher findet den Mut zu widersprechen und hat keine Angst, obwohl er vergiftet wurde, also fast gestorben wäre. Wurde gerettet dort in Sibirien von einem oder mehreren mutigen Menschen. Wie geht es diesen Helfern wohl heute? Informiere sich, wer will, wer die Zeit findet, sich zu informieren, wie sich die Welt verändert hat.
Hier bei uns in Deutschland wurde Nawalny geheilt und flog dann doch nach Russland zurück, obwohl er wusste, was ihn da erwartete. Ein aufrechter Mensch. Ich weiß, es gibt so viele aufrechte Menschen in Russland. In Belarus. Dort schlug Lukaschenko den Aufstand brutal nieder - wie geht es den Menschen dort? Diese Dinge frage ich mich, denn ich habe einige Menschen aus diesen Ländern hier in meinen Kursen näher kennengelernt. Sie sind mir nahe und ich trauere mit ihnen.
Friedliches Miteinander, davon entfernen wir uns gerade wieder. Den Kalten Krieg überwunden, voller Hoffnung in eine neue Zeit und dann … wurde überall die Globalisierung besungen. Am meisten wurde sie von denen getanzt, die riesige Geldsummen in ihren Kassen in feinem Takt  klingeln hörten. Kapitalismus pur, so schien es, doch wer erlaubte diese Vermehrung des Reichtums bestimmten Menschen, bestimmten Gruppen?
Kein chinesischer Parteichef ging in Rente ohne ein Milliardenvermögen auf Banken weltweit versteckt. Wo hat Putin wohl sein Vermögen, dass doch eigentlich dem Volk gehört, versteckt? Das sind nur zwei Beispiele, es gibt derer viele mehr. Warum haben diese Despoten solche Unsummen an Geld angehortet? Ließen sie sich von denen, denen sie erlaubten, viel Geld zu verdienen, bezahlen?
Wir wissen alle von der Mafia in Italien. Gab ja tolle Filme dazu. Wissen wir alle aber auch, dass es dort nicht nur die sizilianische Mafia gibt? Die Ndrangeta aus Kalabrien ist heute "Mafia" Nr. 1. Viele Mafias gibt es weltweit, sprechen wir also besser von mafiösen Strukturen. Wie sehen diese aus? Ganz einfach gesagt: Man wird Mitglied, verdient sehr gut und handelt man nicht nach dem Willen des Chefs, wird man letztendlich liquidiert. Das weiß jedes Mitglied einer solchen Vereinigung. Für sie gibt es kein Zurück zu Reue und Ausstieg.
Damit zurück zu den modernen Despoten wie Putin,  Xi Jinping und all den anderen. Sie steuern alle mafiöse Strukturen. Sie folgen einzig einer Philosophie: Gewähren lassen, verdienen lassen, um mitzuverdienen. Widerspruch ist nicht erlaubt. Wer das dennoch wagt, ist verloren.
Diese Despoten herrschen heute, 2022, in dieser Welt über den größten Teil der Menschheit. Sie zwingen jede Einzelne, jeden Einzelnen teilzunehmen an Korruption, Selbstverleugnung, man muss ja überleben und will fein überleben, also teilnehmen am Wohlstand, der uns in den Medien vorgegaukelt wird.
Ich bin wütend, ich bin traurig. Im Abitur damals in den Sechzigern war ein beliebtes Aufsatzthema: Ist das Handeln Stauffenbergs zu rechtfertigen? Ich schrieb ja. Hätte ich Abitur in den Neunzigern gemacht und das Thema hätte gelautet: Ist ein Handeln wie von Stauffenberg und seinem Kreis auch gegenüber Milošević , Karadžić, Mladić zu rechtfertigen, hätte ich mit einem Ja geantwortet und das erklärt. Gefragt heute: Ist ein Handeln wie damals von Stauffenberg und seinem Netz in Bezug auf Xi Jinping und Putin moralisch zu rechtfertigen, würde ich wieder mit Ja antworten.
Genug, zurück zu meinem lieben Informanten, der mir schrieb, Putin ist krank und wir hoffen, dass einer aus seinem Umfeld Gift erfolgreich einbringen kann. Lieber X, danke für deine Antwort. Und euch Lieben in Belarus, in der Ukraine, in Taiwan, in Hongkong: Versucht zu schlafen, weit und fest.


20.12.2021


Dies und das im Kopf.

Russland, also Putin und die Ukraine. Wie geht das weiter? Belarus? Die Wahlen in Libyen mit Gaddafis Sohn. Ach so vieles mehr. Hongkong Wahlgeteiligung? Und natürlich Corona-Corinna, die so viele Mitschreiterinnen und Mitschreiter bekommen hat. Und ich will das neue Jahr in Rom mit meiner Liebsten und ihren Liebsten teilen. Ai ... Leben. Und eines Tages, so die Wissenschafterinnen und Wissenschaftler, wird die Erde wohl nicht mehr sein. Unsere Kinder sind davon noch fern, doch ihre Kinder (hoch zehn)? Im  Deutschkurs am Donnerstag einhellige Meinung: Wir Menschen sind das Problem. Fast alle haben Kinder, ihre Kinder werden Kinder haben und so weiter. Ai, Menschheit, wissend um die Dinge: Die DinoSaurier starben aus.

Und schrieb einen ersten Entwurf zu einem Sonett.Hier ist das Ding:

All den Diktatoren heute

Ich habe zwei Hände, eine Brust,
meinen Leib und zwei Beine. Und da
ist mein Kopf, der viele Lügner sieht.

Ihr vertraut euren Wissenschaftlern,
deren Erkenntnis ums Schwarmverhalten,
fühlt euch versichert endlos eurer Macht.

Natürlich seid ihr klug. Das dem Volk
geraubte Wohlergehn hortet ihr
für eures in Banken irgendwo.

Das Volk ist nicht dumm, drum drauf schießen!
Scheißen auf Konventionen. Ihr müsst
kapieren, wir lenken diesen Staat.

Meine Hände, meine Brust, schießt!
Wie dumm ihr seid! Morgen ist´s vorbei.

Und dann ist da das liebe Geld, das wir verdienen, doch es gehört ja nicht alles uns, immer müssen wir davon dem Staat etwas geben. Wie ungern tun wir das.

 

Abgabe Einkommensteuererklärung

Nein, Zahlen mag ich gar nicht! Viel
lieber schau ich Farben hin zum Blau.
Und fühle dann, wie das im Kopf mir
webt. Rieche - koste Menschen dann.

Steuern zahlen viele seit sehr langer
Zeit. Darf mich nicht beklagen, verdien
ich doch. Werd ungern also meinen
Beitrag dem Staat wohl zahlen, soll es
doch allen gut ergehen hier bei uns
und sie wie ganz ganze Menschen leben.

Zahlen riechen nicht, doch sie tun weh.
Ich fühle Schwarz, das stinkt entsetzlich.
Bin ich geschickt und doch auch ehrlich,
scheint Schwarz in leichtem Blau sehr klar vor mir.



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10.12.2021

Viel passiert ja jeden Tag. Zu müde, auf all das einzugehen nun. Dies neue Sonett lade ich hier hoch - es gefällt mir. Geschrieben nach einem wunderschönen Abend mit Freunden, der all den Zwist in diesen Tagen vergessen ließ. Der Ort der Begegnung nennt sich Amadeus.

Im Januar ist Schluss

Wie lebt es sich mit einer Frau, die
dreimal im Bauch ein Kind verloren hat?
Frage aus der Freundesrunde. Was
ist Liebe? So fasst einer nach, da
beforschter Mann nicht sogleich
befriedigend ihnen Antwort geben kann.

Von Eros, Philia, Agape
sprechen sie nun, lösen weiter nach,
bestellen Glas um Glas. Frau Kellner
serviert schnell, die Herrn sind angetan
– und noch weit mehr jedoch davon, wie
die Chefin sie anstrahlt. So bricht man

auf, umarmt zum ersten Mal den Boss.
Dunkel bald hier, sagt sie und lächelt.



08.11.2021

Corono, Corinna, du bist wirklich ekelhaft. Gibst einfach keine Ruhe und spaltest alle uns weiter. Willst uns zu Feinden machen.

Nein!!!! Das lasse ich nicht zu. Meine Freundinnen und Freunde bleiben Freunde und Freundinnen, basta. Egal, ob sie geimpft sind oder nicht.

Doch ich möchte von euch Ungeimpften eure Argumente hören, in kurzen klaren Sätzen, die euer Warum erklären. Ich hoffe, ihr seid mir nicht böse, wenn ich dann meine Sichte erkläre.Dies meine Bitte, bevor ich meinen Beitrag zum Thema auf Facebook von gestern hier poste

Wurde mir gesendet. Von Luciano, danke lieber Freund dafür. Gefällt mir sehr. Ja, immer für die Freiheit: Der Gedanken, des Handelns, des eigenen Körpers. Ihr Tanzenden und Musizierenden, wenn ihr damit gegen die Impfung antanzt, ist das euer gutes Recht. Das könnt ihr, weil ihr in einer Demokratie lebt, die euch frei sagen lässt, was ihr sagen wollt. Doch da sind die von euch gewählten Volksvertreter, die euch einschränken. Habt Geduld, zerstört nicht die Demokratie, wählt eure Volksvertreter ab bei den nächsten Wahlen. Oder stürzt sie mit einem Volksbegehren, wenn eure Verfassung das zulässt. Und wählt dann die, die euch die Freiheit, die ihr vermisst, wieder zu gewähren versprechen.

Überlegt aber bitte auch, ob ihr die Mehrheit seid, die so denken. Wären wir alle geimpft, hätten wir vielleicht die vierte Welle nicht. Und diese Frage: Wer von euch, der in ein fernes Land in Urlaub wollte, ließ sich davon durch eine Impfung abhalten, zum Beispiel gegen Malaria, die empfohlen wurden? Da habt ihr nicht gezögert, ihr wolltet euch schützen, weil ihr auf Nummer sicher gehen wolltet?

Denkt bitte auch an die Leute, die durch Covid bedroht waren, dann gestorben sind. Die Älteren, die an Vorerkrankungen litten. Denkt an die Leute, die ihr Ungeimpften vielleicht anstecken werdet. Denkt auch an eure Gesundheit, manche von euch hatten sich infiziert und sind nicht mehr.

Hört die Freiheit nicht da auf in einer freien Gesellschaft, wo ich durch mein Verhalten andere gefährde? Impfpflicht für euch, die ihr in Alters- und Pflegeheimen, in Krankenhäusern, in Kitas und Schulen arbeiten, Trefft ihr euch nach der wahrlich schweren Arbeit nicht mit lieben nahen Menschen, tanzt gegen die Tristezze dieser Zeit an, umarmt Menschen, nahe und unbekannte? Verstoßen die gesetzlichen Vorgaben, die gefordert werden, gegen das Grundgesetz?  Die Anwort darauf überlasse ich euch, die ihr in solchen Einrichtungen arbeitet, egal ob ihr hier geboren seid oder zur Pflege hierher gekommen seid, ihr Neuen hier seid nicht wenige.

Dies zum Schluss: Ich kündige keine Freundschaft auf, weil jemand eine andere Meinung hat, das ist ja euer gutes Recht. Ich erlebte als Kind, dass alle Kinder in den Schulen gegen Polio geimpft wurden. Die Eiseren Lunge wurde uns in Filmen gezeigt. Und ja, da lagen Kinder in diesem gräßlichen Apparat. Ich lasse mich impfen alle zehn Jahre Tetanus-Auffrischung, gegen Grippe, gegen Lungenentzündung, die hatte ich zweimal, gegen die Gürtelrose. Ich lebe noch. Werde ich vielleicht nicht 90 Jahre alt? Lustiger Gedanke, kann ich mir überhaupt noch mit Neunzig ein Leben leisten, das ich will?

Genug. Das ist noch zu sagen: Ich verdamme keinen mir nahen lieben Menschen, der sich nicht impfen lassen will! Ich mag diesen Menschen weiterhin. Ich sage, ich verstehe dich nicht, aber du denkst so, ich denke so. Und dann umarme ich diesen Menschen, diese Menschin.

Dancer encore - Flashmob (sottotitoli italiano)

youtube.com Dancer encore - Flashmob (sottotitoli italiano)

Gare de l'Est - Parigi - 8 aprile 2021Guarda il flash mob realizzato in Italia (a cui hanno partecipato oltre 20 città):

https://youtu.be/p2RIX9MwuScAbbonati...


04.11.2021

Lange keine Neuigkeiten in meinem Leben? Nein, natürlich nicht, vieles passiert jeden Tag.

Der Urlaub ist längst vorbei. Vier Wochen in meiner wirklichen Heimat ... Italien. War schön, mit Höhepunkten, mit Minus-Punkten, wie das Leben eben.

Covid macht manchen lieben Menschen das Leben schwer. Nein, nicht Erkrankten, sondern kostbaren Freundinnen, die nun unversöhnlich gegenüber Freundinnen sind. Verrückt, ja. Aber Leben eben. Gerne wäre ich ihr Mediator, doch wie mache ich das als Freund?

Die Wahlen hier: Enttäuscht. Was wird sich ändern mit einer neuen Regierung? Was wird sich schneller als bisher ändern? Die Menschen hier wollen keine schnelle, keine drastische Änderung, scheint mir. Bitte keine drastischen Änderungen, wir haben Angst, so kommt mir das Wahlergebnis vor. Klimawandel ja, aber bitte denkt an die Arbeitsplätze, die Arbeitgeber, so die FDP und die hat mehr Macht nun, als ihr eigentlich zusteht. Das Zünglein an der Waage wiegt viel zu sehr. Unsere Rentner stehen viel schlechter da als in vielen anderen Ländern der EU. Flaschensammlerinnen und -sammler werden wir mehr antreffen an den öffentlichen Müllentsorgungseimern. Die Spitzenverdiener werden von ihrem immensen Reichtum nicht mehr abgeben müssen als zuvor. Im Ausland werden alle Deutschen als reich angesehen und abgeschöpft, dabei .....

Egal, es ist wie es ist, ich bin bis ich bin.

Meine Novelle - https://www.hugendubel.de/de/search?q=Bin%20bis%20ich%20bin - habe ich noch einmal überarbeitet, kleine Fehler, die Lesern gar nicht aufgefallen waren, störten mich entsetzlich. Hunderte von Euros entsorgte ich, doch jetzt bin ich zufrieden, sendete das Büchlein dorthin, wo es vielleicht jemand bespricht.

Traf mich mit den Menschen, mit denen ich einst Abitur machte. So fein, in der Gegenwart mit der Vergangenheit lebendig zu sein.

Heute mit zehn wunderbaren Menschen aus zehn verschiedenen Ländern im Kurs für Deutsch. Serbien, Taiwan, Polen, Schweiz französisch, Türkei, Brasilien, Libyen, Griechenland, Afghanistan, Marrokko. Lehrerinnen, Juristeninnen und Juristen, Wirtschafswissenschaftlerinnen usw. Alle haben ihre eigene Kultur, alle wollen hier ankommen oder sind hier angekommen. Herrlicher Tag mit ihnen. Eigentlich müsste ich Geld bezahlen, statt zu bekommen. Wunderbar.

Und morgen will ich an alten Kurzgeschichten weiterarbeiten, denn sie sind gar nicht alt, sondern zeitlos.

Dankbar bin ich um den Tag, um jeden Tag, den ich bin. Danke, ihr feinen Menschen, die fest in meinem Leben sind oder es noch werden. Danke für diesen Reichtum, um den mich mancher Milliardär beneidet.


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20.07.2021

Noch wenige Tage, dann werde ich unterwegs sein hin zu Sand am Strand und Sonne und Meer, mit meiner Liebsten und ihren, unseren Freunden. Ich freue mich darauf.

Nicht freue ich mich über Bilder wie aus einem Krieg nicht weit von mir in diesem meinem Land. Die Natur hat den Menschen besiegt, nicht nur den Menschen, sondern auch das ganze System Deutschland, wo doch anscheinend immer alles bestens geregelt ist und Sicherheit zu herrschen schien. Wie werden diese Menschen, die nicht gestorben sind, in Zukunft in ihren Orten, ihren Häusern wohnen? Die Angst bei jeder Wettervorhersage, die von starkem Regen spricht, wird immer da sein. Für alle Ewigkeit. Und ruhig in die Nacht gehen, auch ohne angstmachenden Wetterbericht, wird niemals mehr sein für diese Menschen.

Das Gute daran: Unsere Politikerinnen und Politiker scheinen den Ernst der Lage erkannt zu haben. Mal sehen, ob sie Erkenntnisse umsetzen. Aber auch: Mal sehen, ob wir Wähler im Herbst auch zeigen, dass wir etwas begriffen haben. Ohne Wandel bleibt die Welt stehen, denke ich. Und wenn sie stehenbleibt wie eine Uhr, na dann eben.

Meine Novelle ist da. Seniles Seniorengeschwätz oder doch etwas mehr? Nur für die Alten? Wird sich zeigen mit der Zeit. Ich freue mich auf Reaktionen.

Eine bekam ich von Libri, das den Versand von Büchern in Deutschland beherrscht. Auf Amazon erhältlich, für den Buchhandel hier erst ab dem zweiten September. Ein wenig merkwürdig, dass Sie Ihren Titel über amazon bereits verfügbar machen, für den Handel (den Sie damit wettbewerbsrechtlich benachteiligen erst im September, so der Kommentar.

Ich will natürlich meine Bücher im Buchhandel hier vertreiben in erster Linie. Amazon soll mein Frühstück finanzieren. Doch auch dies bedenkt ein Autor: Verkaufe ich über amazon verdiene ich an jedem Exemplar mehr als mit Libri. Und muss mich um nichts kümmern: Drucken lassen, Buchhandlungen als Bittsteller abklappern, für Bestellungen Rechnungen erstellen, Pakete sicher verpacken und zur Post oder zu Hermes-Annahmestellen zu tragen, Porto für Sendungen bezahlen. Das ist Zeit, die Autoren und Autorinnen abgeht von ihrer kreativen Zeit. Vielleicht sollte Libri einmal überlegen, ob man da nicht etwas verändern könnte.

Genug, Klaus Schulzes Musik lullt mich gerade ein oder bohrt sie sich durch verstopfte Adern im Hirn und lässt mich ganz nahe bei mir sein?

Vor drei Wochen passiert das: Ein Falke bog mit unglaublicher Geschwindigkeit aus einem Hinterhof in die Straße ein, landete auf dem Trottoir, verharrte da. Ich ging näher. Er sah mich zufrieden an. Du nimmst mir nicht weg, was ich mir erarbeitet habe, schien er mir zu sagen. Dies die Geschichte zu meinem letzten Sonett. Hier das Ding:


Alltag auf der Straße in meiner Stadt

In den Häusern wird oft geschrien. Schrill
die Kinderstimmen. Ihren Willen
wollen sie und nerven die Mama und
den Papa. Bis beide aufgeben?

Hohe Frauenstimmen klagen leidvoll,
nicht bereit, dem Herrn im Haus sein Recht
zu geben. Im Minigarten mit
dem Grün schimpft Amselmann verärgert laut.

Will Ruhe haben für die Kids, weil
die doch grade Fliegen lernen sollen,
die Vier, und ihre Angst verlieren.

Die Kids und Kinder stumm, Frauen still,
Motoren heulen auf. Ein Falke
pausiert mit Amselmann auf dem Trottoir.


Genug für heute, hier wartet die Nacht auf mich. Ich freue mich, wenn ich träumen darf.

Gute Nacht von hier. Ach, das fällt mir gerade noch ein: Meine Forderung an die neue (alte) Regierung hier: Erste Gesetzesänderung, die ich mir wünsche: Amtszeit begrenzen. Zwei Amtszeiten einer Kanzlerin, eines Kanzlers, das brauchen wir hier. Also ich will sehen, ein Wandel ist ernstgemeint.




08.06.2021

Mal wieder melden - passiert doch immer dies und das. Und ich arbeite auch. So kommt Neues. Aber jetzt der Reihe nach.

Auf dem Bild von mir auf Facebook habe ich hinzugefügt:

#Free Protasevic.

Der ist vom Diktator Lukashenko gehighjackt worden, wird nun im Staatsfernsehen vorgeführt ... sagt Dinge, die der Diktator ihm diktiert. Warum? Er wurde, wird angeblich nicht gefoltert. Warum also?

Ich würde auch gerne meinem Profilbild von Facebook Alexei Nawalny hinzufügen, der ins Straflager zurückverlegt wurde. Irgendwann hören wir wohl, dass er an irgendetwas verstorben ist.

Da sind aber auch noch so viele mehr in vielen Ländern dieser Welt, die von der Staatsgewalt unterdrückt werden, in Gefängnissen sitzen. Ob sie gefoltert werden?

Die Antwort überlasse ich euch. Es wäre zu lang, all die Länder aufzuzählen, in denen Menschen in Gefängnissen sitzen, weil sie für ihre Meinungen aufstanden. Nenne jetzt nur zwei stellvertretend: Hongkong, Myanmar.

Das britische Königreich erzog die Chinesen dort - weitesgehend demokratisch. Dann gab man die Stadt zurück an China, Verträge sicherten bestehende Verhältnisse ab. Ich kann mir nicht vorstellen, dass je ein britischer Politiker, glaubte, Hongkong behielte seine Demokratie.

Myanmar: Die Armee ist Staat im Staat, ihre Angehörigen verdienen schweinegut, die Generäle besitzen die großen Firmen. Was macht mit einem Volk, das auch am Wohlstand teilnehmen will?

Wie traurig diese Welt gerade stimmt. Nichts wird besser, obwohl wir immer mehr wissen von Menschen, von Teilhabe am Sein.

Hier bei uns wird auch auf die Straße gegangen, heftig protestiert, gegen Eingriffe in unsere Grundrechte, Parties und Spaß will man bestrafen. Dagegen muss man doch etwas tun. Ich frage mich und Gaulands Worte will ich benutzen, doch in einem anderen Kontext, denn Mückenschiss war das Dritte Reich nicht. Doch Mückenschiss ist für mich, wenn hier gegen Beschneidung unsere Grundrechte vehement demonstriert wird. Gegen Vorteile, die Zweimalgeimpfte haben sollen. Verschwörungstheorien finden immer Anhänger. Oi, jetzt bin ich beim Gendern: Das ist Mückenschiss hoch Zehn für mich. Ich schreibe nach wie vor: Sehr geehrte Damen und Herren. Ich nehme mir die Zeit, dies zu tun. Ich hoffe, Sternchen und sonstiges verkrampftes Sprachgebaren zeigt mir einzig, dass wir hier in diesem Land keine wahren Probleme haben im Alltag, also uns entsetzlich langweilen Tag für Tag.Und das macht doch wahrlich keinen Spaß, wir müssen uns doch über irgendetwas aufregen können, sonst geht unser Puls und Blutdruck nicht mehr hoch und wir sitzen ergeben vor dem Computer, werden fett und fetter.

Es gibt auch gute Nachrichten für mich.

Mladics Urteil wurde vom Europäischen Gerichtshof bestätigt. Lebenslänglich. Ihr wisst nicht, wer das ist? Googelt unter Srebrenica oder nehmt Kontakt zu ehemaligen Soldaten der niederländischen Armee auf. Vor den Fernsehkameras der Welt, verfrachtete er 8000 bosnische Männer, alt und jung in Busse. Jeder der die Bilder vom höhnisch grinsenden General Mladic sah, wusste, was mit diesen Menschen passieren würde, wenn sie aus den Bussen aussteigen werden. Es tut weh, daran zu denken, sehr weh. Der Schlächter lebte viele Jahre in Serbien unbehelligt nach seinem begangenen Genozid in Serbien, der Gerichtshof suchte ihn, doch er war angegeblich nicht auffindbar. Dieser Mensch beantragte seinen Freispruch, ai, hat er wirklich nicht seine Schuld, 8000 Männer ermordet, eingesehen.

Genug an Grausamkeiten, doch noch dies: Ich will die Linke hier wählen, sie versprechen eine sozialere Politik, das will ich sie gerne versuchen lassen. Ich bat sie in Chats, nehmt bitte Stellung zu Putin, Lukashenko, Baschar al-Assad. Ich habe noch keine Antwort darauf bekommen. Ich hoffe sie kommt noch. Ja, ich hoffe.

Die Hoffnung stirbt zuletzt. Spruch. Die Hoffnung stirbt hoffentlich erst dann, wenn ich sterbe.

Und nun  zu dem, was mich atmen lässt.

Versprechen Sie Deutsch?, mein Buch für Lernende der deutschen Sprache, wird wieder verkauft, Hurra, die Pandemie kommt zum Ende.

Und dies: Ich schrieb eine Novelle für einen Wettbewerb in der Schweiz. Titel: Bin bis ich bin.Sie ist im Druck. Übermorgen werde ich die ersten Exemplare in den Händen halten. Ab erstem Juli wird sie im Buchhandel erhältlich sein. Morgen lege ich hier auf meiner Site, eine Seite an, da könnt ihr mehr dazu erfahren.

Die Nacht ruft, schlaft weit und fein. Träumt und denkt über eure Träume nach. Gute Nacht.

___________________________________


28.05.2021

Lange keine Nachrichten hier, das hat seine Gründe.

An Corona bin ich bisher vorbeigekommen. Habe die zweite Impfung, das Leben geht hoffentlich wieder los, also Freunde treffen, hier und in Rom. Che voglia che c´ho vivere di nuovo.

Ich schrieb auch Neues. Das ließ mich oft Corona-Zeiten ertragen. Ich las sehr viel, informierte mich über das Geschehen in aller Welt. So viel Trauriges erfuhr ich über Despoten, Diktatoren. Belarus, Myanmar, um nur zwei zu nennen, doch es gibt - denke ich - zu viele Länder, in denen Menschenrechte mit den Füßen getreten werden: Menschen gehen auf die Straße, obwohl sie wissen, sie könnten morgen nicht mehr auf dieser Erde sein.

Hier bei uns wird auch heftig protestiert, ich empfinde das als wirklichen Mückenschiss, um das Wort einmal im (für mich) rechten, halt, richtigen Kontext zu gebrauchen. Wir dürfen auf die Straße gehen und demonstrieren, uns über Regeln hinwegsetzen. Viele Menschen hier müssen mäkeln an dies und jenem, ihr Becher ist nicht halbvoll, sondern halbleer. Mit halbleerem Glas vorm Gesicht lebt man nicht gern. Und die Langeweile ist stets vorhanden im Kopf.

Ich hatte ein feines, unerwartetes Gespräch mit einem DJ aus dem Call-Center von meiner Bank. Da arbeitet er, weil er ja nicht performen kann. Niederländer, er sprach stets von Holland, wohnt in Leipzig.Ich fragte ihn, fehlte bei euch im ersten Lock-Down auch das Klopapier. Er amüsierte sich. Alle Holländerinnen und Holländer hätten gelacht über uns. Was fehlte bei euch in den Regalen, fragte ich zurück. Seine Antwort: Wein.

Jeder Niederländer bekommt Euro 1250, wenn er in Rente geht, las ich, sagte ich ihm. Ja, antwortete er und er verstehe nicht, dass bei uns die Rente anders geregelt ist und vielen so wenig Rente zusteht. Woran das liege, fragte er mich. Ich denke, sagte ich, unsere Politiker haben Angst, Altbewährtes, das sich überholt hat, zu ändern. Die Niederlande haben die gleichen Strukturen wie Deutschland, er verstehe die Renteneinkünfte hier nicht. Meine Antwort: Die Politiker haben Angst zu ändern, denn viele hier fänden es ungerecht, wenn diejenige oder derjenige, der weniger eingezahlt hat als sie in die Rentenkasse, ebenso so viel Rente bekäme wie sie oder er, der viel mehr eingezahlt hat. Neid, ja, sagte er, den gibt es bei uns weniger.

Genug. Hier ein Sonett, dass ich all den Diktatoren auf dieser Welt schrieb.


All den Dikatoren heute

Ich habe zwei Hände, eine Brust,
meinen Leib und zwei Beine. Und da
ist mein Kopf, der viele Lügner sieht.

Sie vertrauen ihren Wissenschaftlern,
deren Erkenntnis ums Schwarmverhalten,
fühlen sich versichert ihrer Macht.

Natürlich sind sie klug. Das dem Volk
geraubte Wohlergehn horten sie
für ihres in Banken irgendwo.

Das Volk ist nicht dumm, drum drauf schießen!
Scheißen auf Konventionen. Ihr müsst
kapieren, wir lenken diesen Staat.

Meine Hände, meine Brust, schießt!
Wie dumm ihr seid. Morgen ist vorbei.

Ein zweites Sonett, entstand, als ich mich nach langer Zeit wieder einmal rasierte.


Nicht in den Spiegel schauen

Und der Kopf wird runder, die Nase
so lang, die Ohren wie vom Esel,
mein Gott, dass ich das ertragen kann?

Im Spiegel mag ich mich nicht anschauen.
Einen Bart lass ich wachsen gegen
tiefe Falten um den Mund, die da sind.

Diese Furchen im Gesicht quälen mich,
wer mich sieht, muss denken, ach,
wie traurig dieser alte Mensch doch ist.

Und ist es es kalt, treten Tränen mir
aus den Augen. Drum trag ich immer
Tempos in der linken Jackentasche.

Dort, wo ich bin und vieles schreibe,
hängt ein Bild von mir, da war ich vier.


Zwei Sonette und ja, ich war fleißig, auch eine Novelle, die ich für einen Wettbewerb in der Schweiz kreierte.Bin der Stiftung Kreatives Alter sehr dankbar, auch wenn ich keinen Preis gewinnen sollte.

Die Novelle heißt: Bin bis ich bin. Die Seite mit Informationen dazu werde ich in den nächsten Tagen erstellen. Jetzt muss ich mich informieren, was heute alles geschah. Habt Geduld.




11.02.2021

Mein Papa wäre heute 103 Jahre geworden. Wurde er leider nicht, ging mit 85, viel zu früh für die Familienmitglieder, die den Krieg überlebt hatten. Papa ging, weil in dem Kreiskrankenhaus über die Ostertage nur ein Arzt im ersten Jahr nach seiner Ausbildung war. Der kam nie zu ihm. Papa beschwerte sich Ostersonntag damals. Da kommt ja niemand. Schwesterherz, Krankenschwester, nicht dort im Krankenhaus, war aber da im Krankenhaus jeden Tag. Kein Arzt kam. Mund auf, so verstand ich Papa am Bett, als er starb. Juristischen Streit anfangen? Ich war dazu viel zu traurig. Und welchen Sinn hätte das gemacht?

Aber nicht darum schreibe ich hier jetzt gerade. Will irgendwie hinbekommen, dass ich meinen gesprochenen Text für die Anhänger der Bewegung Fünf-Sterne in Italien irgendwie auf Facebook hochladen kann. Suche nach Gadgets im Stratobaukasten. Drückt mir die Daumen, dass mir mein Vorhaben gelingt. Mund auf, forderte mich ja Papa, bevor er ging, auf.

Na, scheint recht schwierig.Nicht auf die Schnelle zu lösen. Nicht schön, nicht gut, aber so ist es eben.


08.01.2021

Schon der achte Tag im neuen Jahr.

Jetzt bin ich in Quarantäne, war ja dort, wo ich mich zuhause fühle. Am Montag der Test, dann zurück hier ins "wilde" Leben.

Dürrenmatt wurde heute in der Schweiz gedacht. Der hatte das Universum in seinem Kopf, unendlich und doch endlich, doch das Endliche war unbegrenzt. Machte sich sein Wetter, wie er es wollte.

So will auch ich dies neue Jahr angehen und mich überraschen lassen von Geschehnissen. An die schönen will ich mich klammern, um dann durch die weniger schönen einfach hindurch zu segeln.

Also, wer hier liest ... ein feines 2021. Es kann nur besser werden als 2020. Und sehe ich kein Licht, segele ich nach Rom und lasse mich vom blauen Himmel dort und den feinen Menschen da versöhnen. 


26.12.2020

Und dies ein Sonett, das in der Weihnachtsnacht entstand

Verrat, der uns ankommen lässt

Immer taucht unerwartet ein Berg auf.
Nie macht es Spaß, ihn zu besteigen,
weiterzuschreiten. Tief durchatmen,
dann entscheiden, darüber zu gehn.

Auf der Landkarte, die ich erhielt,
fand ich diesen Berg nicht vorgegeben.
Verwirrt frag ich mich, wer verkaufte
mir den Plan mit der heilen Landschaft.

Natürlich erinnere ich mich der Person.
Soll ich sie verfluchen? Ihr die Schuld
geben, dass der Berg nun vor mir steht?

Der Weg scheint steil. Nichts zu verlieren,
dort oben strahlt die blaue Nacht so weit
für mich und dich hinein in das Morgen.



25.12.2020


Es ist Weihnacht

Ich hatte einen feinen Abend mit meinem Sohnemann und seiner kleinenSchwester, die nicht meine Tochter ist sondern die Tochter von Sohnemanns Mutter und ihrem zweiten Ehemann. Ein schöner Heiligabend, ja!. Es gab das tradionelle Heiligabendmahl: Bratwürste, feine und grobe, Kartoffeln und Sauerkraut. Es hat uns geschmeckt.  Dann haben wir Rätsel gelöst. Sohnemann schenkte seiner Schwester ein Spiel, dass angesagt ist. Schwesterchen wollte es spielen. Sohnemann sagte, halt, das kannst du nur einmal spielen, du kannst nicht wiederholen.

Christlicher Gedanke: Teilen wollen. Die Macher des Spiels, das viele spielen wollen, waren und sind clever. Christliches Denken geht ihnen wohl ab.

Halleluja.

Mich errreichten Grüße aus aller Welt. Wunderbar. Wie reich ich doch bin.

Mein Herz, das ist ein weites Feld, da hat jeder Platz, der sucht, auch wenn es nichts zu finden gibt.

Das ist natürlich nicht wahr, es gibt schon dies und das zu finden ist. Allerdings kein Geld.

Wie viele Mails habe ich bekommen in den letzten Tagen, wie viele Millionen mir vermacht worden seien, erfuhr ich ich. Ich müsste nur meine Bankdaten angeben.

Halleluja, wie reich ich bin. Ich verzichte auf Millionen, beantwortete keine einzige der wunderbaren Mails. Ich hoffe, ihr tut das auch. Wir leben in einer neuen Zeit, Nachrichten erreichen uns, wir können so vieles erfahren, sprechen wir andere Sprachen. Halt, es gibt ja die Übersetzer-Maschinen, die fabrizieren in den meisten Sprachen schon recht gut verständlich. Das ist gut so. Doch vergleiche ich die Übersetzerergebnisse in den Sprachen, die ich spreche, muss ich manchmal anders übersetzen.

Was will ich damit sagen?

Ich bin so reich mit im Kopf von euch, die ich kennenlernen durfte.Ihr lasst mich nachdenken. Mein Kopf muss arbeiten. Manchmal will der faul sein, ihr zwingt ich auf Facebook zum Beispiel, neu zu denken.

Dafür danke ich euch. Und jetzt ... Habt eine feine Weihnacht noch. Überdenkt, was euch lieb und teuer ist und geht froh in das neue Jahr. Corona-Corinna hat uns verhext. Nee, das ist nicht korrekt, es gibt und gab nie Hexen, das waren Frauen, die zu stark für Männer waren. MIt Luther hab ich darum in diesem Punkt gebrochen. Seine Frau servierte den Gästen, er glaubte noch, er sei im Recht, starke Frauen zu verdammen.

Ai, alle haben wir Ying und Yang in uns. Schwarz-und Weiß-Denken bringt das. Doch ist das nicht zu einfach?

Es regnete heute, dann war da wieder ein blauer Himmel.

Gute Nacht. Und geht in ein feines 2021

Darum bin ich froh und dankbar.


21.12.2020

Und es weihnachtet. Und zwei Planeten überschneiden sich, senden ein Licht wie zu Christi Geburt?

Die Weisen meinten, die Botschaft verstanden zu haben. Weise werden selten aktiv, sie raten, wenn sie um Rat gefragt werden. Damals, so wird berichtet, wurden sie aktiv, machten sie sich auf den Weg,

Wie schwer es fällt, Geschenke für die Lieben zu kaufen, wenn man sie bestellen muss und sie werden geliefert und durch die Lieferung wird die Umwelt verschmutzt und viele Händler feiern kein schönes Weihnachten, weil der Konkurs vor der Tür steht, statt des Weihnachtsmannes.Und manch einer der Ausfahrenden schädigt sein Herz und wird früher gehen.

Happy Christmas, ein schönes Weihnachten, Corona-Corinna lässt manche von uns früher gehen. Ohne Abschied von den Liebsten.

Weihnachten 2020 ... wie seltsam du bist. Beschränkungen, die uns allen helfen sollten. Doch verstehen das alle?

Ich will blauen Himmel, drum fliege ich dorthin. Werde mich beschränken, doch das Blau lässt mich Beschränkungen ertragen und all die Leugner des Virus erdulde ich auf meine meine Weise. Auf Facebook blende ich sie aus..

Ein frohes Weihnachten euch allen. Ja, ein frohes. Seid froh, zum Nachdenken gezwungen zu sein.




15.12.2020

Welch Tage. Enttäuscht von einem Menschen. Wollte helfen, dachte, ich kenne Menschen. Ich lerne nie aus. Bitteres Lernen war das.

Naürlich nun ein frisches Sonett, was bleibt mir anderes zu tun, um meinen Kopf wieder klar sehen zu lassen.


Gern wurd Wild zum Abschuss freigegeben

Ahnungslos betrat das Wild die Wiese,
wusste nicht, heut wird zum Halali
geblasen, Treibjagd nun angesagt,
endlich, denken Jägerinnen froh.

Zu lang gewartet, dass die Schonzeit
einmal ende und das Wesen auf
der Wiese nicht länger dort bewundert
werde von arglos vielen Menschen.

Was passiert hier gerade, fragt ratlos
sich auf der weiten Wiese dieses Wesen,
als sie den lauten Jubel da vernahm.

Herz schlug heftig, Flucht wohin? Der
Rehbock, der mir diese Wiese gab,
fraß zu laut dort, was mich wohl freigab.


07.12.2020

Corona-Corinna hat uns fest im Griff. Grrr. Doch Weihnachten kommt und meine Liebste will natürlich dort sein, wo sie zu Hause ist. Und wo auch ich mich zu Hause fühle. Ins neue Jahr wollen wir dort - wie seit vielen Jahren- mit den Lieben gehen. Angst, uns in Rom anzustecken? Nee, da hab ich hier mehr Angst. Drückt uns die Daumen, dass wir dort ankommen.

Und hier ein altes Gedicht, das ich auf altem Computer fand ... hab´s in ein Sonett nach angelsächsiger Art gewandelt. Ist frisch.


Wenn nicht morgen wird es übermorgen sein oder ein, zwei Jahre später

Irgendwann gewiss, kommt Land in Sicht.

Ich treibe auf dem weiten Wasser hin,
hoch sind die Wellen, rauschen stürmend arg und
entsetzlich schlimm in meine Ohren,
doch mein Boot wird wohl niemals sinken,
mag Mast brechen und Funk will nicht mehr.

Die Nächte sind lang, immer länger,
kalt und scheinen immer tiefres Eis.
Hier steht nichts fest, längst nicht mehr, doch
der Morgen - er wird kommen und mich
spülen auf festen Boden eines Lands.

Sirenen singen mir ganz wunderbar
das Herz so warm und im Auf und Ab
der Wogen rieche ich zu Hause.








12.10.2020

Und hier ein ganz frisches Sonett, ai, manchmal geht es so schnell. Das Ding ist fertig.

Mondbetrachtung

Über blauem Mond läuft die Welt davon,
doch wer sieht den schon, schaut er hinauf.
Hinter dem roten wartet Ewigkeit.
Ob da geliebt werden wird, ist offen.

Den gelben Mond betrachte ich sehr gern,
er ist, was er ist, seit Ewigkeit.
Wie die Sonne strahlt er am Firmament,
wir wissen, er ersetzt die Sonne nicht.

Den grünen Mond erhoff ich mir sehr wohl,
verspräche er doch Leben endlos.
Und wie nah ist er, geh ich ins Bett.

Fehlt der graue Mond. Meist seh´ ich ihn.
Er strahlt ganz anders, empfinde ich.
Gegen Übelkeit such ich Farben.





09.10.2020

Ein Lied hat mich inspiriert zu diesem Sonett

To fall in love with you

Mein Herz, da schläfst du dahin für dich.
Wie froh ich bin, wecke ich dich nicht,
weil ich über dies und das nachdenken
will. Oder muss. Verstehst du mich?

Ich habe gelernt, niemand wird
mich je verstehn, doch du, mein Herz,
bemühst dich noch darum. Manchmal schreist
du entsetzlich laut, wirfst mir deine

Einsamkeit in meinen Kopf und ich?
Verstehe dich und mich und Vater
auch taucht in der Druckerschwärze auf.

Danke, mein unendliches Wesen
für all die Farben, die du mir gibst,
und gehe ich, gib mir einen Kuss.



02.06.2020

CoronaCorinna ist noch präsent, doch wir dürfen wieder unsere Freunde sehen. Das ist fein, sehr fein.

Doch da ist natürlich wieder ein anderes Übel aktuell. Ich spreche von den USA und von ihrem Chef und von einer schrecklichen Tat eines US-Polizisten. Er hat einen Schwarzen ermordet und ich hoffe, er wird wirklich bestraft. Ich denke, er wird sagen, er ist sich keiner Schuld bewusst, hat nur seine Pflicht getan.

Was für mich kein Entschuldigungsgrund ist. Als Kind, wenn ich Nachbarn fragte, warum sie so Schreckliches getan hatten, hörte ich diesen Satz stehts: Ich habe nur meine Pflicht getan

Meine Wut, das man sich heute noch so für seine Tat rechtfertigt, ist riesengroß. Ich hoffe, dass all ihr US-Amerikanerinnen und -amerikaner weiterhin auf die Straße geht und gegen Willkür und Einstellungen aus dem 18. Jahrhundert demonstriert. Niederkniet und damit zeigt, welch Schande in eurem Land da noch von Heute nach Morgen lebt. I had a dream ... wie gern würde ich erleben, dass der Traum Realität geworden ist. Dass es in eurem Land keinen Unterschied mehr gibt zwischen Weiß und Schwarz und Gelb und Braun.

Ihr Weißen in diesem Land, ich wünsche euch, dass ihr auf Weise hört und an die Geschichte eures Landes. Eures? Eure weißen Vorfahren haben dort Genozid betrieben. Schämt euch, wie so viele von uns hier in Deutschland schämen für die Taten ihrer Großväter oder Väter, ja, da sind noch ein paar da. Für die Einstellung ihrer Großmütter oder Mütter. Viele von euch sind religiös, wie könnt ihr mit eurer Religion vereinbaren, dass Menschen einer anderen Hautfarbe so schnell zum Opfer werden? Liebt Gott nicht alles Menschen, auch die, die nicht an ihn glauben?

Wie sehr würde ich mich freuen, ihr Weißen würdet alle auf die Straße gehen und demonstrieren für gleiches Recht für alle, mich freuen, ihr, die ihr einen Irren gewählt habt, ja, einen Irren, versteht Gottes Botschaft. Und protestiert und setzt ab oder erzwingt eine Änderung der Verfassung, sodass die Meinung der Mehrheit euren Präsidenten bestimmt. Und vergesst den Revolver, das Gewehr, die  in eurem Haus zuhause sind.

Und jetzt zu mir, der ich Dinge gerade ordne. Fand mein erstes in einer Zeitschrift veröffentlichtes Gedicht wieder. Geschrieben 1983. Ai, so viel Zeit. Doch was hat sich geändert? Ich schrieb zur Wahl und dass man Grün wählen sollte. Verändert hat sich: Ich wähle nicht mehr Grün, sondern die Linke. Interessant für mich für meinen Sinneswandel: Damals war Grünwählen gleich Revolte. Heute ist Grünwählen nichts mehr von Revolte. Die Linke wählen, ist Revolte. Lange habe ich sie nicht gewählt, denn das waren doch Leute in der Partei, die im alten DDR-Regime im Kopf beheimatet waren. Unmöglich sie zu wählen. Doch heute tue ich es gern.

Ich hänge die Fahne nach dem Wind? Oi, das kann man in dem Fall ja wirklich nicht sagen. Ich war bereit, meine Meinung zu ändern. Und darauf bin ich stolz.

Hier nun endlich dies Gedicht, entscheidet selbst, was davon noch heute gültig ist und ob ich richtig handelte, meine Meinung zu überdenken und umzuschwenken.


DEN WAHNSINN WÄHLEN ­

oder: Warum ich lieber grün hinter den Ohren sein will

Halt, da will ich vorausschicken - ich wähle längst nicht mehr Grün, wir haben ja keinen statischen Geist. Verändern uns täglich. Der Körper schrumpft, wird unflexibler. Oftmals auch die Beweglichkeit unseres Hirns. Dabei gibt das uns doch so viel Möglichkeiten nach wie vor zu wachsen und flexibel zu bleiben. Es bedarf einzig der Lust, anderen gut und weit offen zuzuhören. Wir wissen immer mehr, wenn wir älter werden? Natürlich, doch bedarf es auch der ständigen Überprüfung des Raums, in dem wir uns bewegen, und der Bereitschaft, die Angst vor Neuem zu überwinden und fremde Räume zu begehen. Diese Bereitschaft ist so einfach stets wieder und wieder zu entfachen, denn man sieht, nicht nur die Welt, auch wir sind im Fluss, der vorwärts trägt.

Lange Rede, kurzer Sinn: Das folgende "Gedicht" war das erste von mir, das in einer Zeitschrift veröffentlicht wurde, drum steht es hier. Rot wähle ich inzwischen, intensiveres Rot und hoffe, das bekommt auch einmal die Chance zu zeigen, was es kann.

Wählen

muss ich allemal darum komm ich einfach nicht,
ansonsten dürfte man sich nie beklagen,
dass etwas ganz anders läuft als ein jeder wollte.

Allerdings
die Schwarzen wählen kann ich nicht, weil
die den kleinen Mann d. h. den, der die
kleinen Brötchen schon immer backt,
zum Freiwild erklären wollen, damit
es ihm vielleicht einmal besser gehe
in seiner goldnen Kundenfreiheit, aber
auf der Strecke geblieben muss schon
im­mer werden, so ist nun mal das Leben.

Eben
drum könnt´ ich die Blauen wählen, weil die
verstehen umzukippen und geben unverfro­ren
doch niemals auf und so nehme, auferstanden,
die Geschich­te ihren Lauf und darum eben kann
ich Blau nicht wählen, weil dann alles wie gehabt, oder?

Da
könnt´ ich ja auch gleich die Braunen wählen
und die alte Ordnung, deren Sauberkeit
und von wegen Einheit, unserm Land, Brüder
Hand in Hand vereint, zuliebe die Havaks vergraulen
und wenn es sein muss und die's partout nicht anders fressen wollen,
dann prügeln wir sie eben raus, nee, mit dem rechten
Augenmaß natürlich, umgebracht wird da keiner nicht,
be­stimmt, ihr Geschichtsverfälscher.

Was bleibt?
Die Roten? Die hab´ ich bisher gewählt und
würd's auch gerne wieder tun – von wegen alte Liebe rostet nicht –,
nur verständen die, hochglanzreibungsfrei poliert, mein Votum fehl.
Die ließen flugs Erneuerung in sich ruhn und strickten
unterm roten Mantel fort an ihrem bunten Schal,
der schwarz und blau violett und ach so warm
und hätten also nichts gelernt.

Und darum
also wähl ich, wie ein echter Demokrat sich sagt,
das Chaos, denn das lässt denken und zweitens
kommt es niemals schlimmer, als man sich ja schon denken kann
und darum bin ich lieber grün und blick´ nicht durch,
weil dann alle wahrlich zusammenstehn, den neuen Zeiten
unvoreingenommen und unverstellt entgegen sehn

Müssen.
Da sie begriffen haben werden, die Geschichte lehrt
nicht mehr und also mal ganz andre Wege suchen, weil die alten
viel zu eng geworden und darum voll verstopft
und also nichts mehr vorwärts geht.



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02.04.2020

Corona weltweit, lässt verstummen bisweilen. Und viel lese ich, um mich zu informieren. Man sagt mittlerweile zum Abschied: Bleib gesund.


Hier drei Sonette, die ich im März schrieb. Sie sind also noch recht frisch, erfahren vielleicht noch diese oder jene Veränderung. Jaja, sie leben.

Das erste entstand, als wir uns Corona bewusst wurden und die Liebste hier zu Hause 14 Tage krankgeschrieben war. Ai, mein Home-Office geriet total durcheinander. Das zweite wurde zum Sonett, als auch bei uns die Anzahl der Betroffenen hier anstieg. Ich bin nicht vermessen, wenn ich sage, ich wusste das, denn ich bin ja auch in Italien stets präsent. Das dritte meiselte die Worte in Zeilen, weil ja jeder an Verschwörungstheorien denkt.

Corona-Corinna, du bist grausam, hätte ich Millionen, um an einem anderen Ort jetzt zu sein ... sie würden mir nichts bringen. Corona ist überall auf dieser Welt zurzeit. Wie können wir uns schützen? Jetzt eigentlich gar nicht. In Zukunft aber ... indem wir Menschen erziehen, nicht alles zu fressen, was man sich leisten kann. Ist doch irgendwie logisch für mich: Wer sich alles leisten kann, frisst, was andere nicht fressen können, weil ihnen das Geld fehlt. Oder frisst man in manchen Ländern schon immer beispielsweise Flughunde? Jaja, da ist der Dichter und seine Recherche gefragt und die braucht Zeit. Was aber schnell zu erkennen ist: Wir sollten nicht alles Fleisch fressen, was man nicht jeden Tag isst. Wir sollten ... ai, nein, ich bin noch nicht vegan, ich will dann und wann ein bisschen Fleisch.Eines jedoch scheint mir klar: Manches Fleisch gehört verboten und wir sind globale Menschen geworden, eine Welt sind wir, was Lieben angeht. Drum dies für all die Märkte und Anbieter in aller Welt: Verbietet auf Märkten den Verkauf von Fleisch, dass nicht auf den Mittagstisch gehört. Weltweit ist doch verboten, Menschenfleisch zu verkaufen, verbietet also den Verkauf von Tieren, die man in der Mehrzahl unserer Kulturen nicht frisst.


To fall in love with you

Mein Herz, da schläfst du dahin für dich.
Wie froh ich bin, wecke ich dich nicht,
weil ich über dies und das nachdenken
will. Oder muss. Verstehst du mich?

Ich habe gelernt, niemand wird
mich je verstehn, doch du, mein Herz,
bemühst dich noch darum. Manchmal schreist
du entsetzlich laut, wirfst mir deine

Einsamkeit in meinen Kopf und ich?
Verstehe dich und mich und Vater
auch taucht in der Druckerschwärze auf.

Danke, mein unendliches Wesen
für all die Farben, die du mir gibst,
und gehe ich, gib mir einen Kuss.

Das zweite Sonett heißt Corona 1 oder

Mehr als Klopapier Kaufende brauchen

Menschenschlangen meiden, geduldig
warten auf das Leiden oder etwa
nicht? Vorräte anschaffen und
dabei ach so vieles leeres Lachen

zur Entschuldigung, um dem Streiten
zu entgehen, denn viele wollen
nicht verstehn, wie groß da meine Angst
heute vor dem nächsten Morgen ist.

Ich schäme mich, doch meine Liebsten
sollen leben und wie sollen sie
das, gibt es kein Klopapier mehr hier,

denn ich habe doch gelernt, nur
ein saubrer Arsch lässt uns leben,
so dass unsre Kinder uns noch mögen.


Und hier Corona 2, entstanden in den letzten Tagen.


Gedankenspiele müssen sein

Es ist Samstag und nicht nur Herzen
schlagen außer Takt. In aller Welt
wird gefragt, wer hat uns das gebracht.
War das Gott, der uns erinnern will,
daran, wie klein wir Wesen sind?

Mein Gott, Konzept du mein, das ich
längst schon lebe, da ich begriff mit
Hirn, mit Haut und Hand, dass in mir
wohl alle Götterlehren sind. Und
welche Macht sollte ich jetzt anklagen?

Geheimdienste, dahinter Kapital?
Wir Alten haben doch zu vererben,
als Konsumenten werden wir gebraucht.

Alles nur ein bittrer Jungenstreich von
denen, wütend, weil sie für uns
zahlen? Wir sind Gott, denke ich.



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4.02.2020

Wie viele lesen hier oder klicken meine Seite an? 5000 jeden Tag. Ich bin froh darum.

Drum hier ein Sonett, das ich heute am Abend schrieb. Über Hölderlin werde ich im März dies und das in einem Seminar berichten.

Der Dichter ist mir nah ... und ich bin froh, dass ich nicht so verlassen eines Tages aus dieser Welt gehen werde. Es dränget mich ... würde er sagen, dies Sonett euch kundzutun. Also hier ist ein erster Entwurf.


Mutter schreibt Sohn

Friedrich, Friedrich, du schriebst so schön.
Deine Verse lassen in mir die Welt
erstehn, die mich hier aus dem ew´gen
Nichts nach inniger Umarmung rührt.

Held der Worte, wolltest du werden,
sitzen mit Goethe, Schiller vor
den Juroren, die wahres Sein und
Tun für uns Sterbliche hoch bewerten.

Friedrich, mein Friedrich, wie lang schon
schwebst du hier im Raum nahe mir?
Sicher weißt du, man hat dich missbraucht,

mein Sohn: Da bist du stets auf Erden
bei den Menschen, die heut´ noch lesen.
Ja, Pfarrer konntest du nie werden.


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16.02.2020

Warum gibt es so wenig Aktuelles von einem Dichter?

Vielleicht weil sie am Leben teilnehmen und dann dies und das zu erledigen haben. Zu denken haben?

Und dann plötzlich schält sich geschwind ein neues Gedicht, bricht auf wie eine Knospe im Verborgenen, die sich keine Bohne um die Jahreszeiten schert, dann einfach fortan da ist.Auf ewig.

Wieder einmal so geschehen. Der Anlass war ärgerlich: einen lieben, tiefen Freund verpasst. Doch das vergebliche Warten hat dann doch meinem Warten Sinn gegeben.

Hier also ein neues Sonett, das mich lächeln und zufrieden in die nächste Nacht begeben lässt. Und wie sehr freue ich mich über den Kommentar eines wichtigen und anerkannten schottischen Dichters. Er schreibt so fein:

... Erinnert mich ein wenig, was den Duktus betrifft, an Brecht, aber auch an die 70er 80er, Jahre mit seinem schönen Parlando-Ton, unpretentiös und salopp daher kommend, aber auch gleich ein wenig mysteriös, fast eine Anlehnung ans 18 J. mit dem Weinen, dann auch dieser erste Satz, der ein Echo von Wilhelm Müller enthält, d,h, von Schuberts Winterreise: "Fremd bin ich eingezogen, Fremd zieh' ich wieder aus." Gut, Paul. Weiter so.
Iain

Iain Galbraith ist Schotte, der schon lange in Deutschland lebt. Als Übersetzer, als schottischer Poet, in beiden Bereichen seines Schaffens ist er bekannt und mit Preisen dotiert.In meinen Links finden Sie mehr zu ihm.


Für Iain, Jeoji und all die feinen Menschen


Schwarz scheide ich aus und rot schlägt
mein Herz. Freut sich beim Warten auf der
Straße auf den, der sich da bald sehen lässt.

Die Luft ist kalt, aus den Augenhöhlen
rinnen Tränen mir. Weine ich,
weil groß die Freude auf den, der da kommt?

Temperaturen zwischen kalt und warm
erträgt mein Kopf nach all den Jahren
nicht mehr so recht, mahnt drum Wasser an,
damit ich besser Menschen sehen kann.

Die Zeit vergeht, mit dem Tempo wische
ich mir klare Sicht und reiche Jeo
gern die Hand und staune, bevor ich
weiter nach dem Freund forschen gehe.




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20.10.2019

Erdogan, Boris, Salvini und natürlich Herr Trump machen mich wütend. Und mein Geburtstag, mit dem ich irgendwo anders eingeordnet werde, macht mich ... nicht ... wütend, sondern lässt mich nachdenken und ich will ich bleiben. Niemand wird mir je den Rücken verbiegen, niemand. Und meine Familie ist mir sehr nahe, wir haben uns verloren. So soll es nicht bleiben. Drum nun hier ein erstes Sonnet, ein fettes Sonnet, so nenne ich das, weil es mehr als vierzehn Zeilen hat. Also, als Dichter zu Dichtern, könnt ihr dieses fette Sonett, das die Form überflutet als ein Sonett akzeptieren?


Sonett – Der Tag, dem ich Vier wurde

Gestern noch saß ich im Sandkasten und
spielte mit meinem Geburtstagsgeschenk,
dem roten Feuerwehrauto aus Blech,
Plastik gab es damals noch nicht. Aus
dem Gummischlauch des Anhängers
sprühte ich Wasser in den feinen Sand.

Und der Himmel war blau im Oktober.
Saß dort im Sand im Sommer, war
glücklich. Wäre jemand da vorbei
gekommen, den ich mochte, hätte
ich gefragt, spielst du mit. Niemanden
vermisste ich, als niemand kam.

Mama, die wir Mutti nannten stets,  
bereitete da mein Lieblingsessen,
entnahm den Tomaten gekonnt ihr Fleisch,
füllte sie fein mit Frikadellenbrät,
bevor sie mich zum Sonntagsessen rief.

Ai, gefüllte Tomaten schmeckten
dort so fein am Tisch mit den Geschwistern.
Mama ist nicht mehr da. Seit Langem.
Papa ist nicht mehr da, seit gestern.
Geschwister sind noch da, wo seid ihr?
Schmeckten euch die Gefüllten Tomaten,

möchte ich sie gerne fragen, bevor
wir uns gar nicht mehr befragen können.


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09.09.2019

Lange hier nichts mehr geschrieben, irgendwie war immer sehr viel los. Doch letzte Nacht schrieb ich en.dlich einmal wieder ein Gedicht - ein Sonett für meine Liebste.

Hier ist es, vielleicht gefällt es der einen oder dem anderen.


So weit mein Süden

Nur Wald und der ist wirklich dunkel.
Gibt mir kein Licht. Sonnenstrahlen seh
ich nicht. Der Sommer schnell vorbei.

Pflanzen bereiten sich den Winter vor,
viel zu früh für mich, die ich aus der
Sonne komme. Wie soll ich leben?

Mit langem Winterschlaf bin ich nicht recht
vertraut. Mit dem Einschließen ins Heim,
dem man sich hier so gerne ab dem Herbst
hingibt, weiß ich gar nicht umzugehn.

In die Fremde und die neue Sprache
bin ich gegangen, weil zu Hause
mir die Sonne mein Essen nicht mehr gab.
Ich werde satt, doch wo ist das Licht?


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17.06.2019

Dies möchte ich heute am einstigen Feiertag des 17. Juni: Wie sehr nervt mich all die Reklame auf meiner Facebook-Seite. Ich habe die Einstellungen verändert, aber Reklame kommt weiter durch. Grrr. Hat jemand einen Tipp, wie ich keine Werbung bekomme?

Und warum mich diese Werbung so ärgert, möchte ich mit einer kleinen wahren Geschichte erzählen, die ich vor vielen Jahren erlebte, als im Internet noch nicht so viel Werbung auf mich eindrosch. Das Internet war da, aber manche Angebote flatterten damit noch nicht ins Haus. Die fanden sich einzig in den kostenlosen Anzeigeblättern, diese Angebote lassen sich so wie im folgenden Beispiel, das in meiner Mail landete, es ist nur eines von vielen mit ähnlichem Text.

Ihr Geld steht zur Auszahlung bereit. Kredit ohne Schufa.

Wir sind die Nr. 1 für Schufa-freie Kredite in Deutschland!

 Kredit ohne Schufa gesucht? Wir sind Ihr Spezialist für Kredite ohne Schufa-Eintrag. Wir arbeiten mit führenden Kreditbanken im In- und Ausland zusammen, verfügen über ausgezeichnete Kontakte und bieten Ihnen daher immer die passenden Lösungen zur Erfüllung Ihrer Kreditwünsche!

Und nun zu meiner wahren Geschichte zu diesem Thema.  

Wir brauchen alle einmal Geld, besonders wenn wir freiberufliche Schreiber sind. Die Banken, deren treue Kunden wir sind und immer rechtzeitig die nicht gerade billigen Überziehungszinsen zahlten, taten sich um 2000 noch recht schwer, den Überziehungskredit ausweiten, meine Sparkasse sagte einfach: Stopp! Auf Ihrem Konto kommen keine regelmäßigen Zahlungen mehr von der vhs ein, an der Sie arbeiten. Das stimmte natürlich, denn ich bekam aus Gründen, die ich jetzt nicht erzählen möchte, da das eine andere Geschichte ist, keine Sprachkurse mehr

Und ich stand da ohne einen Cent in der Tasche, im Portemonaie. Die Anzeigenblätter lagen im Hausflur und natürlich waren dort die gleichen Anzeigen zu finden wie heute im Internet im eigenen Mail-Account.

Was machte ich also? Ich schrieb einen der Anbieter an, der auch prompt antwortete. Wir vereinbarten einen Termin, ein Herr klingelte an meiner Haustür, ich ließ ihn ein. Bot ihm einen Kaffee an, dann quatschen wir über dieses und jenes, das heißt über das Leben. Zumeist erzählte ich, er hörte interessiert zu.

Plötzlich unterbrach er mich. Ich kann das nicht mehr machen, sagte er. Wissen Sie, was passiert, wenn ich mit Ihnen den Antrag für den Kredit ausfülle? Er sah mich an, wirkte nicht gerade glücklich, dann fuhr er fort: Sie werden aufgefordert werden, die Bereitstellungsgebühr zuerst zu zahlen. 800 Euro. Sie zahlen und dann hören Sie nichts mehr von uns. Ihr Geld ist weg. Und die Firma ist auch weg, das geht so seit Jahren. Ein Rechtsanwalt bringt Ihnen das Geld nicht mehr zurück, die Firma existiert ja nicht mehr. Das sind Nomanden, die sind heute hier und heißen so und morgen dort und heißen anders.

Der Mann war den Tränen nahe. Ich fragte, aber warum machen Sie das?

Er sah mich an, schüttelte resigniert den Kopf. Weil ich das Geld brauche, wie Sie das Geld brauchen. ich muss doch von irgendetwas leben. Ich will das nicht mehr, danke für dieses Gespräch, Sie haben mir etwas Wichtiges gezeigt.

Ich lebe die Wahrheit, die ist nicht immer einfach, bei diesem Mann hat sie etwas bewirkt. Ich sagte ihm, dann müssen Sie das doch anzeigen.

Kann ich nicht, sagte er kurz und ich verstand. Ich schreibe, sagte ich. Würden Sie mir die Unterlagen überlassen und ich mache das öffentlich. Solche Menschen, die ausbeuten, gehören doch bestraft!

Er gab mir die Unterlagen, bat darum, seinen Namen nicht zu erwähnen, was ich ihm versicherte. Doch in all den Jahren, die seitdem verflossen sind, tat ich nichts, um dieses Übel auszumerzen, diesem Verbrecher, dem Chef, der alle ausbeutete, das Handwerk zu legen. Ich musste schauen, woher ich das Geld zum Leben bekomme. Um die Miete zu bezahlen, um zu essen, um mit meinem kleinen Sohn eine Woche in Urlaub zu fahren.

Heute tue ich das und, ich denke, so ist es gut.

Heute möchte ich all die warnen, die in ihrer Mail solch dubiöse Angebote finden: Kredit ohne Schufa. Denen möchte ich heute sagen, keiner gibt euch einen Kredit ohne Schufa-Auskunft, also vergesst diese Angebote. Vergesst sie! Und die Verbrecher, die das euch anbieten, sind nicht immer Verbrecher, sondern genauso arme Menschen wie ihr, die sich auf eine Arbeit einlassen, weil sie verzweifelt sind, wie ihr. Sie schuften, lügen für einen Menschen, der ihnen ein wenig Brot gibt und sich an eurer Not und der Not seiner Angestellten dumm und dusselig verdient.


17.06.2019

Zur Erinnerung: Bis 2003 feierten wir diesen Tag. Na, wir genossen diesen Tag, weil wir da nicht arbeiten mussten. Manche zeigten sich auch tatsächlich auf den Straßen, das waren Mitglieder von Vertriebenen-Verbänden aus dem Sudentenland oder aus Schlesien oder Politiker, die dachten, sich zeigen zu müssen. Meine Generation genoß den freien Tag ganz einfach. Irgendwie war da richtig so: Heute sind wir ja offiziell vereint ... irgendwie aber oftmals noch nicht so richtig vereint. Und irgendwo findet ihr hier auf meiner Homepage einen Text zum 17. Juni einst. Ich finde ihn allerdings gerade nicht.


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02.05.2019

Man trifft einen neuen Menschen, genauer gesagt, eine neue Menschin. Sie will die neue Sprache, die nicht ihre Muttersprache ist, besser verstehen und besser den Menschen erzählen können, was ihr Herz ihr aufgegeben hat: Gregorianische Gesänge erklingen zu lassen. Ich will mehr wissen dort im Kurs mit ihr und frage. Ich bekomme die Adresse einer Homepage im Netz. Ich gehe auf diese Seite und höre zu.

https://www.youtube.com/watch?v=s4LA-o3Fn6Y

Ich höre zu, treibe, die Hände tippen auf den Tasten los, es entsteht ein Text. Verrrückt?

Ximena,

ich bin ... froh, dass ich ich viel frage. Hab die Webpage geschaut, gehört. Wunderbar, was Stimmen können. Wie sie Emotionen hervorrufen bei denen, die das zulassen wollen.

Natürlich, da singen Frauen. Und Frauen bewegen die Welt mehr als Männer. Sie können das. Leider überließen sie das Bewegen meistens den Männern. Die verbrannten sie bisweilen, wenn sie störrisch schienen. Heute sind sie stärker, doch noch immer erziehen die meisten Frauen ihre Söhne anders als ihre Töchter. Wann ändert sich das?

Ich glaube. An Gott. Der ist nicht katholisch, nicht protestantisch, nicht Muslim, kein orthodoxer Jude, kein Buddhist, kein Hinduist. Er ist all das. Aber zuerst einmal ist er für mich und in all den Religionen ein Konzept, nach dem wir leben sollten. Er ist kein böser Gott, der befiehlt, er gab uns die Welt, die sollten wir uns untertan machen. "Untertan machen" wurde stets von vielen Religionen missbraucht. Gott gab uns die Aufgabe, selbst Gott zu sein im Leben. So habe ich das nach vielen Kämpfen mit mir begriffen. Und danach lebe ich. Ich befolgte manchmal nicht alle 10 Gebote, Gott bestrafte mich nicht, denn nicht alle Gebote, die aufgeschrieben wurden, passen noch in unsere Zeit. Von der Evolution sind wir Menschen nicht ausgenommen.

Großvater war protestantischer Pfarrer. Als Papa, Soldat, auf den Rheinwiesen, wo viele deutsche Soldaten von der amerikanischen Armee inhaftiert wurden und vor Hunger oder Kälte starben, wurde Papa schnell erlöst, er wurde von einem amerikanischen Offizier befragt. Dessen Familie hatte Großvater zur Flucht verholfen. Papa kam in US-Gefangenschaft, ein halbes Jahr in den USA, dann Rückkehr nach Deutschland mit Papieren für die Einbürgerung in den USA. Mama, aus Schlesien, zerriss die Papiere. Als ich das erfuhr, war ich 16, ai, wie verwirrt war ich, als Mutter das erzählte.

Heute bin ich froh darum. Heute bin ich ein wenig älter, eigentlich bin ich ja wirklich schon alt, aber irgendwie und irgendwo bin ich so, wie ich mit 18 war. Mein Kopf ist irgendwie nicht älter geworden. Mein Körper schon, das sehe ich ja. Ai, und welche Lust ich auf dieses Leben habe und wie viel ich noch über all die Geschichten in meinem Kopf schreiben möchte. Über Großvater, über Papa, über Großmutter aus Straßburg. Über das Ende der UDSSR, über das Ende von Jugoslawien, über Srebeniza, über uns Menschen.

Ai, die Nacht ruft, im Bett liege ich neben Sonia, deren Mutter vor einem Monat starb. Sonia ist aus Rom, verließ Italien vor sechs Jahren, weil es keine Arbeit mehr gab, so traurig ist sie, ... und so vieles mehr gerade in meinem Kopf.

Ich bin Dichter, ich mag mich nicht verkaufen, ich mag das Leben, ich liebe Geschichten zu erfahren ... und darum liebe ich die Arbeit in den Kursen.

Gute Nacht jetzt, danke für die feinen Gesänge, die mich denken und schreiben lassen.


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08.04.2019

Wer ist so dumm und lässt sich Wunderbares zerstören?

Wie die Medien in Italien die Regierung stürzen wollen, macht mich unendlich wütend. Weil ja unsere honorigen Korrespondenten lieber mit ihren Pressekollegen in Italien essen gehen, statt sich bei allen Leuten, also auch denen, mit denen man nichts zu tun haben will, umzuhören. Grrrrrr.

Ich habe ein neues Bild als Logo, gefunden in Rom an einer Wand einer einstmaligen "Irrenanstalt" mit vielen Gebäuden, teils verlassen, teils neu belebt mit einem Hospiz, einem Kindergarten, wurde zu einem Ort der Begegnung. Als dieser Ort erbaut wurde, war man in Italien schon viel weiter mit der Menschlichkeit als in Deutschland. Auch Maria Montessori war dort tätig.

Da finden sich wunderbare Bilder an den Fassaden der Häuser. Geht auch dahin, wenn ihr Rom besucht. Empfehlenswert.

E una domanda alle gente lì: Chi ha creato questi imagini, me lo sapete dire?

Andando a trovare mia madre in clinica attraverso Arte, Degrado e Poesia


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05.04.2019

Mal wieder

Heute kam ich endlich wieder an meine Kindle-Seite bei Amazon. Dort veröffentliche ich meine Bücher zuerst, um zu sehen, wie sie wirken.

Und was lese ich da bei meinem Buch "PolaRoid"? Eine wunderschöne Rezension. Die muss ich unbedingt hier abdrucken, denn manchmal tut ein Lob doch sehr gut.

Petrow schreibt am 9. November 2015:

5,0 von 5 Sternen Einmalig

Die kurzen und einfach geschriebenen Geschichten, die der Sammelband "polaRoid" enthält, sind eine echte Entdeckung für mich. Die Titel der Geschichten verführen zum Lesen. Wenn man den Titel "1001 Tag" liest, denkt man zwangsläufig an das Märchen "1001 Nacht" und ist gefangen.
  Wie beim Anschauen eines Bildes wird man in die Zeit und die Umgebung der Hauptperson versetzt. In der "Blitzaufnahme" gelingt es dem Autor, das Schicksal und die Sorgen der Hauptpersonen zu übertragen. Und es bleiben noch mehr Fragen zum Überlegen. Aber es gibt keine eindeutigen Antworten. Die bleiben jedem selbst überlassen.
  Ich empfehle diese Geschichten allen, die in unser  Alltagsleben ohne Beschönigung eintauchen wollen. Man kann sich fragen, wofür es solche Geschichten gibt, ist denn das reale Leben nicht schon genug? Oft aber haben wir nicht genug Zeit, einzuhalten und uns umzuschauen. Die Geschichten sind dafür da, dass wir unser Leben von dieser Seite sehen können, um etwas umzudenken oder sogar zu verändern. Die Hauptsache ist, trotz allem zu lernen die Schönheit zu sehen, sich über das Leben zu freuen, die Schwierigkeiten zu überstehen und weiter zu leben! Zumal wir in den Geschichten Idiome finden können, die uns durch das Leben tragen können. Mir gefällt am besten dies: "Wie man den Nächsten leben solle, wenn man sich selbst nicht leben könne".

Ein großes Dankeschön an Petrow - wenn auch erst nach dreieinhalb Jahren.


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22.01.2019

Hier der Text:

Was mir das Blut so böse in den Kopf treibt

"Was liegt an?"

"Die Frau im dritten Bett, Zimmer 2013, wird es   wahrscheinlich nicht mehr packen."

Die Nachtschwester seufzt, denkt, Scheißnacht heut Nacht, nichts mit Ruhe.

Und starrt missmutig auf den weißen Kittelrücken da vor ihr, der am Telefon ungeduldig erklärt:

"Nein, machen Sie sich keine Sorgen. Bedrohlich ja, aber keine Lebensgefahr. Bleiben Sie ruhig daheim."


Und wie wird heute, so viele Jahre später mit der Würde, der Angst der Patienten, mit dem Schmerz der Angehörigen umgegangen? Man weiß als Ärztin, als Arzt, da wäre sofortiges Handeln angesagt. Äztin und Arzt schauen nach dem Alter des Patienten, schauen den Terminkalender an - außer es handelt sich um einen Privatpatienten - und dann erzählen sie dem Patienten, es gibt eine Warteliste. Dann diensten sie weiter. Ich hoffe nicht, dass ihnen ihr Essen zu Hause schmeckt.


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25.01.19

Und gestern noch sah ich den Blättern ruhig beim Fallen zu, ich wusste ja, sie würden wieder kommen. Gestern. Und heute? Weiß mancher und manche, ich werde nicht sehen, wie sie wieder kommen. Leben ... fein und traurig und eben nicht endlos.

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13.01.2019

Aber das will ich noch sagen, bevor es ins Bett geht: Liebe SPDler, ihr habt im Koaltionsvertrag der Abschaffung des Solis zugesagt, stufenweise formuliertet ihr. Und ich denke, niemand, der eigentlich SPD wählen wollte oder würde, denkt, er kann euch wählen, nachdem er erfahren hat, welch harte Linie ihr gegen die Abschaffung fahrt und bewusst verzögert, was ihr im Koalitionsvertrag zusagtet. Das ist doch viele Geld, das im Geldbeutel fehlt, wenn man arbeitet. Und die meisten hier haben einen sehr knapp gefüllten Geldbeutel und wenn sie lesen, da sind da 12 Miliarden Euronen mehr als gedacht im Haushalt für 2018, dann verstehen sie die soziale SPD überhaupt nicht mehr. Ihr wollt das Geld, von dem versprochen wurde, es würde enden, behalten für andere Ausgaben. Aber welche? Der Soli-Beitrag ist echtes Geld für jedin und jeden, der arbeitet. Das sind keine 6 oder 12 Euro, die es da mehr gibt nach der Steuererklärung. Ai, ich verstehe euch nicht, überhaupt nicht. Und ich denke, eure Haltung ist einfach dumm, damit gibt es keine neue oder wiederverbootet Wähler. Musste ich jetzt noch schreiben, denkt ihr, die es angeht, darüber nach.


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6. Januar um 23:30 ·

Buona notte ... la canzone che mi dava la voglia di conoscere tutti voi, gente lì ... in 83 e ci andavo per tre anni. Ero costretto per motivi personali di ritornare al freddo qua in Germania. Sono, siamo in 2019, ed io non vedo l´ora di ritornare per il resto della mia vita in Italia. Vostro paese.Diventato il mio. Con voi che criticate la cena più buona che avete cucinato per gli amici. Pero non manca un pò di pepe, gli spagetti non sono un po troppo al dente? Ai ... il vostro cuore batte piena di umanità, anche se sembra - quello che riportano i giornali vostri e poì naturalmente anche i nostri - che abbiate perso il cuore per la gente straniera.No, lo dico io incontrando gli amici a Roma spesso. Voi non siete cambiati, siete gli stessi, addiritura siete migliorati adesso che la maggiorità di voi ha voglia di cambiare tante cose. Non lasciate vi imbrogliare, andate avanti sulla vostra strada del cambiamento. Se siete delusi perché le cose non cambiano subito pensate un po, leggete gli articoli fino alla fine, informatevi chi ha scritto questi articoli. Ai ... lasciate mi cantare ... di voi. La mia speranza per democrazie vere in tutto il mondo.

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28. Dezember 2018 um 01:26 ·

Ach, mein Gott, wie sehr sehnst du dich nach Menschen in deinem Paradies. So wenige aber kommen an. Du siehst viele Tiere, aber du bist traurig, da bin ich sicher, denn du schufst doch den Menschen nach deinem Ebenbild, die dir Arbeit abnehmen in der Firma "Welt". Ja, du denkst natürlich modern, viel moderner, viel aktueller, viel voraussehender als wir. Wie schön wäre dieser Ort, bevölkert von vielen und feinen Menschen, so denkst du und schüttelst resigniert den Kopf. Du könntest einschreiten, klar, aber du willst das nicht. Diese Erde ist nur ein Unternehmen von dir, macht es bankrott, betrübt es dich, doch du hast noch viele andere Firmen, die vielleicht positive Zahlen schreiben.

Und du denkst natürlich nicht wie ein Unternehmer, aber du weißt, du bist einer. Du möchtest erfolgreiche Unternehmen in all deinen Unternehmen. Stellst du Statistiken auf? Ich wage zu sagen, du machst das nicht, du lässt dein Herz denken und deine Güte. Und bist traurig, wenn du siehst, das eine oder andere Unternehmen wird wohl bald den Konkurs anmelden müssen.

Manche hadern mit dir, weil so viel Schlimmes auf dieser Welt passiert, ich tat das einst auch, bis ich dich verstand. Vulkane brechen aus und verwüsten und töten, Überflutungen fluten übers Land und verwüsten und töten so viele Unschuldige. Viele weinen oft, auch ich. Ich glaube ich habe dich verstanden und ich denke, du willst uns nicht strafen mit all diesen Katastrophen, mit all den Kriegen, mit den bösen Dingen, die wir täglich Mitmenschen antun. Ich denke, du lässt es geschehen, weil du einfach irgendwo anders beschäftigt warst oder manchmal müde bist und allein uns die Verantwortung übergeben hast.

Mein Gott, ich denke, mit Buddha gehst du bisweilen deine Runden im Paradies. Oder mit Abul-Kasim, mit den Gründern des Sanatana Dharma, mit den Gründern des Hebraismus oder mit dem Gott des Regens, dem Gott der Steine usw. Ihr diskutiert viel, schüttelt viel den Kopf.

Das sind Bilder, Vorstellungen von mir über dich, mein Gott.

Du weißt, ich fühle mich als Christ, ich fühle mich als Buddhist, als Jude, als Hindu, als Islamist, als ein Anhänger des Gottes der Steine, des Regens, der Sterne. Nein, du wirst mich nicht bestrafen, wenn ich nicht sage, du bist mein einziger Gott, da bin ich sicher. Aus deinen Schriften habe ich verstanden, du hast mich zu deinem Ebenbild erschaffen, also zu einem Gott. Ich, Mensch, bin ein Gott, mein Gott und lebe ich deine unverfälschte Lehre, die, die uns Jesus offenbarte, wirst du mich nicht strafen. Und du wirst mich nicht strafen, wenn ich Schlechtes über all die Autoritäten all dieser verschiedenen Religionen offenbare. Offenbare, dass diese Autoritäten nicht gut für uns Menschen sind, denn sie wollen uns einzig manipulieren. Wir sind Götter, dazu hast du uns gemacht. Wir entscheiden, was ist gut, was ist schlecht in unserem Leben.

Nein, du wirst mich nicht bestrafen, wenn ich dies auch öffentlich sage. Verzeih mir, dass ich mich nicht als Prediger verkaufen will ... ach, ich denke, das hast du mir schon längst verziehen.


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20.12.2018

Oiiii, was berichtet hier unser Spiegel? Italiens Regierun knickt vor der EU ein? Unsere objektive Presse ... wie der unfehlbare Spiegel ... meldet das so. Die italienische Regierung ist überhaupt nicht eingeknickt, sie hat ihre Pläne nur anders beschrieben. Und die EU-Leitenden haben das akzeptiert und verkaufen es so. Sie sollten sich schämen. Die EU-Leitenden leiden unter der französischen Revolution. Wann wierden diese EU-Veranwortlichen gestehen, die EU als Wirtschaftsunion ist gescheitert ... sprich: Italien wehrt sich zu Recht gegen das, was die Großkonzerne europaweit, weltweit wollen. Und die Franzosen machen Angst, 1789 gehört denen und vor der Wiederkehr von 1789 herrscht die Angst und deswegen wurde Italiens Haushalt abgenickt, obwohl der fast der gleiche ist, der zuvor so vehement abgelehnt wurde. Aiiii, wie verlogen ist diese Wirtschaftsunion EU.

Oiiii, was berichtet hier unser Spiegel? Italiens Regierun knickt vor der EU ein? Unsere objektive Presse ... wie der unfehlbare Spiegel ... meldet das so. Die italienische Regierung ist überhaupt nicht eingeknickt, sie hat ihre Pläne nur anders beschrieben. Und die EU-Leitenden haben das akzeptiert und verkaufen es so. Sie sollten sich schämen. Die EU-Leitenden leiden unter der französischen Revolution. Wann wierden diese EU-Veranwortlichen gestehen, die EU als Wirtschaftsunion ist gescheitert ... sprich: Italien wehrt sich zu Recht gegen das, was die Großkonzerne europaweit, weltweit wollen. Und die Franzosen machen Angst, 1789 gehört denen und vor der Wiederkehr von 1789 herrscht die Angst und deswegen wurde Italiens Haushalt abgenickt, obwohl der fast der gleiche ist, der zuvor so vehement abgelehnt wurde. Aiiii, wie verlogen ist diese Wirtschaftsunion EU.


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10. Dezember 2018 ·

Ich hörte Macron zu ... in der Tagesschau wurde dazu "unser Kommentar" dazu gegeben. Immerhin soll ja später dort mehr kommen. Der Präsident ist vor den Bürgern zu Kreuze gekrochen. Verspricht 100 Euro mehr jedem Arbeitnehmer ab Januar, ai, das bezahlen natürlich die Steuerzahler. Eine Weihnachtsbonifikation will er den Arbeitgebern aufdrücken. Renten unter 2000 Euro will er nicht besteuern, den Mindestlohn will er anheben, die Mehrverdiener will er mehr zur Kasse bitten ... wow, Vive la France, die Gelben Westen haben 1789 nicht vergessen. . Sie zeigen, wir wollen keine EU, in der nur die Großen immer reicher werden. Dem Wirtschaftsschluss gehört die Rote Karte.

Welche Rolle hat Frankreich in der EU? Ich freue mich für meine Regierung in Italien, genauer gesagt, für die Fünf Sterne. Ihren Haushaltsvorschlag muss die EU nun wohl annehmen. Und muss akzeptieren, da soll mehr Geld sein, aber nicht auf Kosten der Bürger.

Und wir hier? Die CDU verändert sich, um wieder größer zu werden. Die SPD will sich auch profilieren und Stimmen gewinnen, äußert Bedenken und .... grrrrrr, den Soli will sie nicht abschaffen. Kapiert meine SPD denn gar nichts? Das Realeinkommen sinkt hier ständig, die Arbeitsbedingungen werden immer brutaler, die Wirtschaft floriert wunderbar... Fuck, ja, fuck die SPD, die uns Geld nimmt, das wir zum Leben brauchen. Und das stimmt mich traurig, so traurig. Meine einstmals geliebte Party kapiert "un cazzo". Mancron verspricht, Renten unter 2000 Euro, ja 2000, werden nicht mehr besteuert. Ai ... und meine SPD?

Ich denke, die EU als Wirtschaftsunion gehört nicht zu uns Bürgern in all den verschiedenen Ländern, in denen wir leben. Diese Idee (von wem?) gehört als gescheitert erklärt. Als Idee, dass nie wieder ein Krieg zwischen Ländern Europas stattfinden soll, ist sie wunderbar. Aber nur für diese Idee sollten wir die EU lieben. Lieben dafür, dass wir uns in Europa zu Hause fühlen

Was hat mir die EU gebracht? Das Positive: Ich weiß, was ich bezahle, bin ich europäisch unterwegs, den Wert des Euros kenne ich ja von zu Hause. Kenne ihn also, bin ich europäisch unterwegs. Ansonsten hat sie mir eigentlich nichts beschert. Verschicke ich eines meiner Bücher nach Österreich, zahle ich einen Portopreis, der mich abhält, meine Bücher zu verschicken.

Ai, genug, ich bin besoffen vom Glück, das mir die französichen Bürgerinnen und Bürger bescheren. Denn nun können die EU-Meister Italiens Haushalt nicht mehr verneinen.

Es leben die Bürger, die sich einmischen und den Großen zeigen, dass Europa eine feine Idee ist, was unser Zusammenleben anbetrifft. Geht ihr Konzerne, die ihr verdienen wollt oder gebt uns Bürgern, die ihr mit uns allen viel, viel verdient, all das Geld, das ihr mit uns verdient, zurück.


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16.07.2018

Muss wohl wieder einmal ein Lebenszeichen geben. Seit Mai ist ja viel passiert. Zuletzt: Trump mit Putin, Antidemokraten begegnen sich. Frankreich Weltmeister, den schönsten Fußball haben die Kroaten gespielt. So ist das Leben, einfach, dumm und doch wahr.

Der Sommer ist da - wie lange bleibt er wohl? Ich möchte ihn genießen. Heute an meinem See in Raunheim, an dem ich seit 1976 war, wann immer mir die Arbeit das erlaubte, und wo ich meine Examensarbeit schrieb. Heute dort: Alles neu. Neue Straßen, die Hauptstraße des Städchens habe ich gar nicht wiedererkannt. Ein Café neben dem anderen. Der See: super coole Lokation, die am Wochenende eingeweiht wird. Das Positive ist, die Preise bleiben die alten, das ist ungewöhnlich. Es wird viele Events dort am See geben. Ich saß da, trank ein Bier und staunte. Und fühlte mich wie ein Alien. And the times, they are a changing.

Das Leben ist rund, es gibt keine Anfang und kein Ende. Wiederholungen, Neuerungen und stets läuft es auf das Gleiche hinaus: der Kreis. Für den einen, die andere ist der Kreis noch weit, für andere wird er immer enger, bis er sich schließlich zu einem Knoten zuzieht. Und so ist es wohl richtig. Ein jedes Leben muss ja einmal fest verknotet werden, um dann als Knoten, der erinnert, zu sein, wenn man die Schuhe anzieht. Dann fragen sich die, die den Knoten beim Binden finden, was soll der? Die einen werfen die Schnürsenkel verärgert fort, die anderen versuchen ihn zu lösen.

Aus meinem Urlaub, der natürlich viel zu kurz war, bringe ich ein neues Bild für meine Seite mit.

Auf Links möchte ich hinweisen, die ich erwähnenswert finde. Hier sind sie, schaut da ruhig einmal hinein, wenn ihr Zeit und Lust habt.

https://www.facebook.com/AppreciateENG/videos/1886414838324986/UzpfSTEwMDAwMDMxMzIxMjAzMjoxOTIxNTQyMTQ3ODY2MjA3/

https://www.facebook.com/PolitikUndZeitgeschehen/videos/1828514933931079/UzpfSTEyNTc1MzYyMTQ6MTAyMTIxMDU0MzM4OTE5MjU/

https://www.facebook.com/RBReich/videos/2037074652971787/UzpfSTEwMDAwMjU3ODEzNjYxNzoxNzgzMDc2Njg1MTIxNTg1/?comment_id=1783105245118729&reply_comment_id=1783152615113992&notif_id=1531764990354015&notif_t=feed_comment_reply

Einen ganz feinen Link, den ich erhielt, finde ich jetzt nicht mehr. Er wird folgen.

Gute Nacht nun und ein Dankeschön an all die Leser, die hier immer wieder nachschauen.


09.05.2018

Endlich habe ich die kleine Geschichte wiedergefunden!!! Sie heißt "Utopia - als die Welt einmal fast erfroren wäre". Geschrieben 1978. So alt - aber urteilt selbst, ob sie noch immer aktuell ist. Oder ob etwas davon aktuell ist oder ob diese Utopie einfach langweilig ist.

Hier gehts es zu "Utopia"


01.05.2018

30200 Besucher waren jetzt schon hier. Das freut mich doch ungemein und draußen ist es unangenehm, kalt finde ich. Dies Gedicht vom Bauern fand ich gerade. Wie schön doch so ein erwärmendes Naturgedicht sein kann - und wie aktuell

Ernte


26.04.2018

Ich freue mich über den Zähler hier auf meiner Homepage.Bald zeigt er 30 000. Der April ist bald auch vorbei und da waren so schöne warme Tage dabei. Da saßen wir hier in der Wohnung fest, denn es musste intensiv an der Zukunft auf einem ganz anderen Feld gearbeitet werden. Das ist jetzt erst einmal vorbei, wunderbar.

Wunderbar ist gar nicht, dass es jetzt kalt ist da draußen. Aber so ist das Leben, basta.

Syrien geht weiter, Autoattentate scheinen Mode zu werden. Wer irgendwie falsch gepolt ist in seinem Leben, braucht keine Bombe mehr zu basteln, um seinen Hass auf die Menschen loszuwerden, es geht ganz einfach. Es braucht nur ein Auto. Einen PKW für ein "sanftes" Attentatt mit fünf oder sechs Toten, ein Transporter, da kann man schon mit 10 - 20 Toten rechnen, ist genug, um weltweit in die Schlagzeilen zu kommen. So einen Fahrzeug kann ich für 29 Euro mieten. Das ist also sehr kosteneffizient.

Und die Medien sind glücklich, es gibt Schlagzeilen und Leser bzw. Zuschauer in den Medien.

Brave new world, wunderbare neue Welt, es wird uns nie langweilig. Ganz Kanada ist betroffen vom letzten Anschlag ... so die Presse. Wenn man die Möglichkeit hat, Kanadier über ihre Betroffenheit zu befragen, ist man irritiert. Manche haben gar nichts davon gehört. Warum? Nicht alle schauen die Nachrichten, weil sie ihrer satt sind, weil sie sie nicht interessieren. Aber das ist nicht nur in Kanada so.

Aber weg von den Medien und dem, was in der Welt passiert. Zurück zu mir und meinem Erleben in diesem Leben.

Ich bin recht erleichtert nach dem Stress der letzten Wochen, ich bin froh, dass ich an Texten arbeiten kann, an Gedichten. Ich sehne mich danach, dass all meine Gedichte lesbar für alle werden. Und heute stöberte ich in all den Dateien hier auf meinem Computer und fand dies Sonett ... und das lade ich jetzt hier hoch.

Warum? Es spricht vom Glück in meinem Leben. Und haben wir nicht alle glückliche Momente in diesem Leben, selbst wenn wir unsere Schuhe dem Gestank und Dreck auf der Straße aussetzen und fluchen, wenn wir sie zu Hause ausziehen und dann die Sohlen säubern müssen, minutenlang schrubben und schnuppern, ob sie noch nach Straße stinken und uns überlegen, ob wir sie schon morgen wieder tragen können, ohne dass andere denken, Mensch, der Mensch riecht irgendwie.



06.04.2018

Ich werde in der nächsten Zeit meine Gedichte in den verschiedenen Gedichtbüchleins oder Gedichbüchleinen erhältlich hier hochladen.

Es würde mir gefallen, sie würden dann gelesen. Sie bleiben natürlich durch Copyright geschützt und wer sie auch im Büchlein haben will, wird sie bestellen können.

Der Anfang ist gemacht mit "Afrika & Himbeereis". Ist noch nicht vollständig, wird es jedoch bald sein. Wer schon einmal lesen will, sucht bei Lyrik.



03.04.2018

Wie weit das neue Jahr schon wieder ist ... Ostern vorbei... ein frühes Ostern. Ein gutes Ostern habe ich den lieben Menschen, die ich kenne, gewünscht. Ein "frohes" Ostern zu wünschen, gelang mir nicht zu schreiben. Zu unschön, um ehrlich zu sein, zu brutal wird heute gerade in dieser Welt miteinander umgegangen. Auch über das "frohe" Ostern grübelte ich lang. Aber selbst in der größten Bedrängnis gibt es Momente, so klein sie auch seien, über die man froh sein kann, selbst wenn der Tod schon an der Ecke steht.

Ich bin froh, um die wunderbaren Menschen, um die ich weiß. Ein Kind kommt neu in diese Welt, da hat man einen Arbeitsplatz bekommen, dort hat man an einer Blume gerochen und fühlte sich zu Hause. Groß und klein können Dinge sein, über die man sich freut, selbst wenn man sehr traurig ist.

Ich bin überhaupt nicht froh, über das, was Menschen in unserer aufgeklärten Zeit erleben, erleben müssen. Ich bete zu meinem Konzept von Gott, dass er (dieses) uns die Kraft und den Mut gibt, durchzuhalten, aufzustehen und Nein zu sagen.

Jeden Tag stelle ich mir diese Aufgabe: Was war das Schönste heute? Gar nicht leicht. Aber kostbar, wenn ich dann sagen kann, was mir das Schönste an diesem Tag war. Mir gibt das das Lächeln und das schöne Gefühl zu leben zurück nach Stress und Mist und Grausamkeiten.

Der Mensch ist des Menschen Medizin, diesen schönen Satz eines sicher wunderbaren Menschen trage ich fest in meinem Herzen. Ich begegne vielen Menschen und darum bin ich froh, sie machen mich stark, geben mir die Freude am Leben. Manche sind auf den ersten Blick gar nicht bewunderswert, geben mir ein schlechtes Gefühl, aber höre ich ihnen zu und sage meinen Senf dazu, ja, der kann sehr scharf auch sein, dann entdecke ich immer eine Schönheit in diesem Menschen. Und das macht mich stark und gibt so viel Lust zu leben.

Ai, genug ... eigentlich wollte ich mich nur bedanken für euch Menschen hier auf meiner Seite. 20406 habe inzwischen meine Seite aufgerufen. Wow ... wie mich das überwältigt mit Freude.



20.03.2018

Und die Besucherzahlen steigen weiter ... herrlich. Daran denken: Der oder die Zwanzigtausendste darf sich ein Buch wünschen.

Und hier ein Text, den ich gestern schrieb.

Globalisierung ist eine Folge der Kolonialisierung

So der Titel.                        
Ich werde den Beitrag ein paar Tage in meinem Blog lassen, dann wandert er in die Rubrik Texte zum Lesen. Und wenn Sie jetzt den Text lesen wollen, einfach zu "Mein Blog" gehen. ... Sorry ... der Artikel kommt demnächst in das (für mich den) den Blog.



15.03.2018

Und die Besucherzahlen steigen, doch leider meldete sich die/der 10000ste Besucherin/ Besucher nicht. Na, das Angebot gilt noch: Jetzt für den 20000 sten.


Welch schöne Tage mit den Menschen, deren Coach ich für Deutsch bin. Wie viel lerne ich von ihnen, wie vieles, von dem, was sie berichten, lässt mich denken und wachsen.


Aktuell nehme ich unsere neue große Koalition wahr. Ich erwarte mir nichts. Nichts Gutes, nichts Schlechtes ... es geht weiter eben.


Putin wird am Sonntag gewählt, wow, 25 Jahre, Herr Präsident, erlebe ich noch ihr 50jähriges Dienstjubiläum? Herr Trump, du mit den Pfälzer Genen, so ein Jubiläum werde ich bei dir garantiert nicht erleben und das stimmt mich froher. Und ich warte gespannt darauf, wen der italienische Präsident zur Regierungsbildung beauftragt.


Lust auf ein Sonett? Essen ist wichtig, manche Essen sind anstrengend. Was denkt man da am Tisch, wenn Merkel mit Putin sitzt oder Trump mit Kim Jong Un? Oder Assad mit den Vieren? Mein Sonett hier ... von einem Essen mit Fünfen, noch nicht ganz fertig.


Eingeladen am Tisch mit Fünfen.

02.03.2018

Aktuell freue ich mich, dass die Besucherzahl erfreulich steigt. Wunderbar!

Wahlen in Italien

Ansonsten hätte ich gerne ein wenig mehr Zeit, um meinen Blog zur "Bewegung-Fünf-Sterne" mehr zu pflegen, denn jetzt schreibt die deutsche Presse ja wieder viel über Italien - doch ist diese Berichterstattung so voreingenommen ihn ihrer Berichterstattung zur Bewegung. Das ärgert mich schon ein wenig und andererseits freue ich mich auf Sonntag, genauer Montag, wenn die Ergebnisse vorliegen. Ich hoffe noch immer auf ein besonders gutes Ergebnis für die Bewegung!



Wer wird die zehntausendste Besucherin oder der zehntausendste Besucher?


Und auch diese noch: Wer hier liest und dabei rechts im Fenster Besucherzahl die Zahl 10 000 liest, ist der zehntausendste Besucher. Oder Besucherin natürlich. Diejenige, die ... oder derjenige, der also diese Zahl sieht, sollte ein Bild davon machen und es mir senden. Es gibt nämlich einen Preis: Ich werde dann eines meines Bücher schicken, die Besucherin, der Besucher darf sich eines auswählen!



28.01.2018

Χιόνι και ήλιος στους ώμους

Lito Seizani hat eines meiner Gedichte ins Griechische übersetzt. Ich freue mich darüber sehr.

http://peopleandideas.gr/2018/01/28/poem-paul-krieger/


Hier der Text.


18.01.2018

Der Siebzente Juni

Heute ein Artikel, den ich 1982 schrieb. Thema: 17. Juni. Dieser Tag steht fest in meinem Kopf.







14.01.2018

Der Neubau

Eine Geschichte aus dem Jahr 1983. So alt. Noch keine Handys, aber irgendwie zeigt sie die Anfänge einer neuen Zeit. Ärzte investierten noch im Westen in den Wohnungsbau und schufen so Studentenwohnheime. Sie verdienten gut damit, Studenten gab es ja genug und die brauchten Wohnraum und diese Ärzte hatten ein gutes Gewissen und die Baugesellschafter rieben sich die Hände, denn alles wurde vermietet zu guten Preisen - anders als nach der Wende so viele Ärzte arm dran waren.Sie hatten viel Eigenkapital investiert in die Wohnungen im Osten, doch die Studenten blieben leider aus. Manch eine armeÄrztin, manch ein armer Arzt hatte sich verspekuliert und musste lange darben.





 
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